Am Donnerstag, 16. April, lädt Chudoscnik Sunergia das Trio des französischen Ausnahmebassisten Henri Texier in den Alten Schlachthof Eupen ein. Gemeinsam mit seinem langjährigen Trio (Sébastien Texier und Gautier Garrigue) trifft er auf den belgischen Trompeter Carlo Nardozza. Das Quartett präsentiert modernen europäischen Jazz voller Klangvielfalt, Energie und melodischer Tiefe. Einlass ist um 18.45 Uhr, Konzertbeginn um 20 Uhr.
Henri Texiers Musik zeichnet sich durch sein begeistertes Spiel, Tempo und seine Vorliebe für Gesang und Melodie sowie sein sehr körperbetontes Spiel aus. Als Bandleader gelingt es ihm, innovative Musikerkonstellationen zu formen, deren Dynamiken auf der Bühne repräsentativ für einen französischen Jazz sind, der unabhängig von seinen amerikanischen Wurzeln ist.
Mit seinem neuen Album „An Indian’s Life“ setzt der Kontrabassist und Komponist Henri Texier den Schlusspunkt unter eine Art informelles phonographisches Triptychon – 1993 mit „An Indian’s Week“ begonnen und 2016 mit „Sky Dancers“ fortgesetzt -, in dem die Kultur und die Traditionen der Indianer und darüber hinaus die quasi-mythologische Figur des „Indianers“ den poetischen Motor seines künstlerischen Ausdrucks bildeten. Denn wenn Henri Texier sich letztlich rühmen kann, dass es ihm wieder einmal gelungen ist, mit der indianischen Psyche in Resonanz zu treten, dann ist es diese lebendige Beziehung zur Erinnerung, zu den Ahnen, zur Tradition, die seine Musik jedes Mal auf so sensible Weise ins Spiel bringt. Henri Texier wird nie ein Indianer sein, das weiß er, genauso wie er nie Charles Mingus sein wird – aber beide begegnen sich in seiner Musik, und es ist sein Geniestreich, dass er durch diesen imaginären Dialog seine intimste Stimme hörbar macht. (red/mcfly)

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