Bereits kurz nach dem Start der Demo kam es zu ersten Zwischenfällen. Teilnehmer reagierten auf kritische Reaktionen von Anwohnern mit dem Zünden und Werfen von Feuerwerkskörpern. Auch Gegendemonstranten versuchten mehrfach, die Route zu blockieren, was den Zug immer wieder zum Stillstand brachte.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz und musste wiederholt eingreifen. Unter anderem wurde die Menge zeitweise mit Unterstützung von Hunden zurückgedrängt. Wasserwerfer standen bereit, kamen jedoch nicht zum Einsatz.

Im Verlauf des Abends verschärfte sich die Lage weiter. Vor allem Gruppen gewaltbereiter Teilnehmer aus dem Umfeld von Fußball-Hooligans suchten gezielt die Konfrontation mit linken Gegendemonstranten. Mehrfach kam es zu Auseinandersetzungen, bei denen auch Personen verletzt wurden. Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt etwa 20 Gegendemonstranten festgenommen.

Auch nach dem offiziellen Ende der Kundgebung blieb die Situation angespannt. In der Innenstadt sammelten sich sowohl rechte als auch linke Gruppen – insbesondere rund um den Oude Markt, wo viele Teilnehmer den Abend in Lokalen fortsetzten. Die Polizei blieb bis in die Nacht mit sichtbarer und ziviler Präsenz vor Ort, um weitere Eskalationen zu verhindern.
Zu einem weiteren Zwischenfall kam es später auf der Bondgenotenlaan: Dort griff eine Gruppe von Hooligans einen Mann ausländischer Herkunft an.

Neben NSV-Mitgliedern nahmen auch Vertreter rechtsextremer Gruppierungen wie dem Vlaams Belang um Parteichef Tom Van Grieken sowie Delegationen aus dem Ausland an der Demonstration teil. Unter den Rednern befand sich unter anderem der italienische Aktivist Andrea Ballarati. (belga/calü)

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