Demnach arbeiten rund 40 Prozent der belgischen Arbeitnehmer zumindest teilweise von zu Hause oder im Wechsel zwischen Büro und Homeoffice. Damit liegt Belgien hinter dem Vereinigten Königreich (47 Prozent), den Niederlanden (45 Prozent), Irland (44 Prozent) und Finnland (41 Prozent), aber weiterhin in der europäischen Spitzengruppe.
Die Nachfrage bleibt hoch: Fast ein Drittel der Belgier (31 Prozent) würde gerne noch häufiger im Homeoffice arbeiten. Nur acht Prozent wünschen sich hingegen mehr Präsenz im Büro.
Auffällig sind Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Frauen arbeiten häufiger mehrere Tage pro Woche von zu Hause – etwa 14 Prozent von ihnen sind mindestens zwei Tage im Homeoffice, bei Männern sind es lediglich sieben Prozent. Umgekehrt sind Männer deutlich häufiger durchgehend im Büro: 53 Prozent arbeiten fünf Tage pro Woche vor Ort, bei den Frauen sind es 40 Prozent. SD Worx führt dies unter anderem auf den höheren Anteil an Teilzeitarbeit bei Frauen zurück.
Auch bei der Organisation des Homeoffice zeigt sich Belgien besonders strukturiert. Unternehmen setzen häufiger als in anderen europäischen Ländern auf klare Vereinbarungen zur Anwesenheit im Büro. Anderswo sind die Regelungen oft flexibler oder werden individuell zwischen Teams und Mitarbeitern abgestimmt.
Gleichzeitig zeichnet sich ein gegenläufiger Trend ab: Mehr als die Hälfte der Arbeitgeber (52 Prozent) ermutigt ihre Beschäftigten inzwischen wieder, häufiger ins Büro zurückzukehren – deutlich mehr als im Vorjahr.
Für SD-Worx-Expertin Katleen Jacobs ist klar, dass es keine Einheitslösung gibt. „Die ideale Arbeitsform ist für jeden unterschiedlich“, erklärt sie. „Wir empfehlen, diese Organisation regelmäßig zu überprüfen, da sich Bedürfnisse und Rahmenbedingungen ständig verändern.“ (belga/calü)

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