Übernahme im Gespräch: Carrefour Belgien im Visier

<p>Carrefour Belgien könnte verkauft werden.</p>
Carrefour Belgien könnte verkauft werden. | Foto: belga

Wie die Wirtschaftszeitungen De Tijd und L’Echo berichten, prüft der Investor derzeit einen Einstieg bei der belgischen Carrefour-Tochter. Offiziell bestätigt ist ein Verkauf zwar noch nicht, doch die Gerüchte halten sich schon länger. Bereits Ende vergangenen Jahres war über einen möglichen Rückzug des französischen Konzerns aus Belgien spekuliert worden.

Hintergrund sind die anhaltenden Schwierigkeiten der Kette auf dem stark umkämpften belgischen Markt. Carrefour steht seit Jahren unter Druck durch die Konkurrenz im Einzelhandel.

Mit Aurelius bringt sich nun ein potenzieller Käufer ins Spiel, der in Belgien kein Unbekannter ist. Die deutsche Beteiligungsgesellschaft übernahm 2024 bereits das Wurstwarengeschäft des Genter Unternehmens What’s Cooking (bekannt durch die Marke „Come a Casa“) sowie zuvor Teile des Konzerns Agfa-Gevaert.

Carrefour betreibt in Belgien derzeit rund 40 Hypermärkte, die neben Lebensmitteln auch Non-Food-Produkte anbieten, sowie 43 klassische Supermärkte in Eigenregie. Hinzu kommen etwa 600 weitere Carrefour-Filialen und Nachbarschaftsläden, die von selbstständigen Betreibern geführt werden.

Nach Informationen von De Tijd setzt Aurelius nicht auf eine Zerschlagung des Unternehmens, sondern könnte Carrefour Belgien als Ganzes übernehmen. Neben dem deutschen Investor sollen allerdings noch weitere Interessenten im Rennen sein – auch wenn das Interesse insgesamt als verhalten gilt. (belga/calü)

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