Gewerkschaft entzieht Verlinden Vertrauen

<p>Annelies Verlinden</p>
Annelies Verlinden | Foto: belga

Auslöser ist der Plan der Ministerin, in der neuen Haftanstalt in Antwerpen teilweise auf private Sicherheitsdienste zurückzugreifen. Die Entscheidung sei ohne vorherige Abstimmung mit den Gewerkschaften getroffen worden, kritisierte der Gewerkschaftssekretär Robby De Kaey. „Das ist völlig inakzeptabel“, erklärte er nach einem Treffen mit der Ministerin am Dienstag.

Verlinden hatte die Sozialpartner zu einem Gespräch eingeladen, um Maßnahmen vorzustellen, die sie gemeinsam mit den Parteien N-VA und MR vereinbart hat, um der Überbelegung der Gefängnisse entgegenzuwirken. Die Gewerkschaft hatte diese bereits zuvor als unzureichend bezeichnet.

Für zusätzlichen Unmut sorgt der geplante Einsatz von rund 30 Mitarbeitern eines privaten Sicherheitsunternehmens in der neuen Haftanstalt, die im Oktober in Antwerpen eröffnen soll. Die Kosten werden auf rund 11 Millionen Euro über vier Jahre geschätzt.

Aus Sicht der Gewerkschaft stellt das Vorhaben einen Beleg dafür dar, dass die Regierung selbst nicht an die Wirksamkeit ihrer Maßnahmen glaubt. Zudem wird befürchtet, dass der Einsatz privater Sicherheitsdienste künftig auch auf andere Gefängnisse ausgeweitet werden könnte. (belga/rt)

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