Parkinson nimmt stark zu: 65.000 Betroffene in Belgien

<p>Die Zahl der Parkinson-Erkrankten in Belgien steigt – Experten fordern mehr Forschung und Prävention.</p>
Die Zahl der Parkinson-Erkrankten in Belgien steigt – Experten fordern mehr Forschung und Prävention. | Illustrationsbild: picture alliance/dpa/dpa-tmn

Anlässlich des Welt-Parkinson-Tags am 11. April warnt die Organisation vor einer weiteren Zunahme. Weltweit könnte die Zahl der Betroffenen bis 2050 auf 25,2 Millionen steigen – mehr als doppelt so viele wie noch 2021.

Als Ursachen für den Anstieg nennen Fachleute vor allem die alternde Bevölkerung, aber auch Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung und den Einsatz von Pestiziden. „Die Krankheit nimmt schnell zu und betrifft nicht nur die Patienten, sondern ganze Familien“, betont die Organisation.

Auch der Neurologe Yann Vivier vom ZAS Middelheim verweist auf die Bedeutung von Prävention. So könne es helfen, die Belastung durch schädliche Stoffe zu reduzieren und einen gesunden Lebensstil zu fördern.

Für die Betroffenen hat die Krankheit weitreichende Folgen. Sie beeinflusst nicht nur den Alltag der Patienten, sondern auch das Leben von Partnern und Angehörigen. „Hinter jeder Diagnose steht oft eine ganze Familie, die die praktischen und emotionalen Auswirkungen mitträgt“, heißt es.

Vor diesem Hintergrund fordert Stop Parkinson mehr Investitionen in die Forschung. Gleichzeitig startet die Organisation im Vorfeld des Welt-Parkinson-Tags eine Sensibilisierungskampagne, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen und die Forschung zu unterstützen.

„Die Zahl der Erkrankungen steigt, doch zugleich wächst die Hoffnung durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse“, erklärte der Vorsitzende Ivo De Bisschop. Ohne zusätzliche Mittel gehe der Fortschritt jedoch nicht schnell genug voran.

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment