Das Prinzip ist einfach: Kunden scannen ihre Produkte direkt beim Einlegen in den Wagen. Dafür sind in den Einkaufswagen mehrere Kameras integriert, die Barcodes erfassen. Ein Tablet zeigt in Echtzeit den Einkaufszettel an. Zusätzlich sorgen Gewichtssensoren dafür, dass alle Artikel korrekt registriert werden.
In der Pilotfiliale in Halle stoßen die intelligenten Wagen bereits auf reges Interesse. Nach Angaben von Colruyt entfallen dort rund zehn Prozent der Einkäufe auf die „Smart Carts“. Viele Kunden greifen wiederholt darauf zurück: Acht von zehn Nutzern haben den Wagen bereits zuvor verwendet. Besonders zu Stoßzeiten wie freitags und samstags kommt es sogar vor, dass Kunden gezielt auf einen freien Smart Cart warten.
Mit der Ausweitung auf weitere Standorte will Colruyt nun testen, wie eine breitere Kundschaft auf das System reagiert. Ein vollständiger Ersatz der klassischen Einkaufswagen ist allerdings nicht geplant. „Wir wissen, dass nicht alle Kunden die ‚Smart Carts‘ nutzen werden – und das ist auch nicht unser Ziel“, so das Unternehmen.
Im Unterschied zu vielen anderen Supermärkten setzt Colruyt weiterhin nicht auf klassische Selbstbedienungskassen (Self-Scan). Stattdessen investiert die Kette in ein neues Kassensystem mit künstlicher Intelligenz, das den Mitarbeitern ein schnelleres und ergonomischeres Arbeiten ermöglichen soll. Noch in diesem Jahr sollen alle 273 Filialen mit dem sogenannten „Easy Check-out“-System ausgestattet sein. (belga/calü)

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