Demnach geben 52 Prozent der Befragten an, regelmäßig ein Budget zu erstellen. Frauen tun dies häufiger als Männer: 55 Prozent der Frauen planen ihre Ausgaben, gegenüber 48 Prozent der Männer. Auch Menschen unter 45 Jahren erstellen häufiger ein Budget als ältere Befragte.
Umgekehrt bedeutet das jedoch auch, dass fast die Hälfte der Belgier kein Budget führt. Besonders bei jungen Erwachsenen besteht Unsicherheit: Rund zehn Prozent der 18- bis 24-Jährigen wissen laut Umfrage nicht einmal, wie sie mit einer Budgetplanung beginnen sollen.
Unter denjenigen, die ein Budget erstellen, nutzen 46 Prozent Papier und Stift, 40 Prozent Excel und 24 Prozent eine Banking-App. Viele Befragte verfolgen ihre Ausgaben zusätzlich über Funktionen ihrer Bank-App. 38 Prozent überprüfen ihre Ausgaben mindestens einmal pro Woche, 17 Prozent täglich und 16 Prozent monatlich. Fast ein Drittel (29 Prozent) kontrolliert seine Ausgaben jedoch nie und verlässt sich stattdessen auf Erfahrung oder Bauchgefühl.
Die Studie zeigt zudem, dass neue Zahlungsformen immer beliebter werden. Mehr als 40 Prozent der Befragten nutzen schnelle Smartphone-Zahlungen oder sogenannte „Buy now, pay later“-Angebote. Diese werden vor allem von Menschen unter 45 Jahren genutzt. Auch Frauen greifen mit 44 Prozent häufiger darauf zurück als Männer (37 Prozent).
Viele Menschen empfinden Bargeld weiterhin als hilfreiches Kontrollinstrument: 54 Prozent der Befragten geben an, einen besseren Überblick über ihre Ausgaben zu haben, wenn sie bar bezahlen. Gleichzeitig sagen 44 Prozent, dass kontaktlose Zahlungen oder Smartphone-Zahlungen ihnen weniger das Gefühl geben, tatsächlich Geld auszugeben. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) räumt ein, dass es bei solchen Zahlungsarten schwieriger ist, Impulskäufe zu vermeiden.
Im Rahmen der „Woche des Geldes“ besucht die FSMA außerdem zahlreiche Grund- und Sekundarschulen. Ziel ist es, rund 190.000 Schülerinnen und Schülern auf spielerische Weise zu vermitteln, dass ein Euro nur einmal ausgegeben werden kann. (belga/rt)

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