Der Schritt ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung der Markenstrategie des Unternehmens Bancontact Company, das als führender Anbieter elektronischer Zahlungen in Belgien gilt. Ziel sei es, sämtliche Lösungen künftig unter der bekannten Marke Bancontact zu bündeln, erklärte Unternehmenschefin Nathalie Vandepeute.
Die App selbst verschwindet also nicht, sondern wird lediglich umbenannt. Sie wird nach wie vor für mobile Zahlungen genutzt – etwa per QR-Code im Geschäft, für Onlinezahlungen oder Geldtransfers zwischen Privatpersonen.
Auch optisch wird sich die Anwendung verändern: Logo und Farben werden angepasst. Gleichzeitig bleiben sämtliche Funktionen bestehen, versichert das Unternehmen.
Neue Bezeichnungen für Onlinezahlungen
Im Zuge der Umstellung werden auch verschiedene Zahlungsarten neu benannt. Für mobile Zahlungen über eine Bank-App oder die Bancontact-App wird künftig der Begriff Bancontact Pay verwendet. Bancontact Card steht für Onlinezahlungen mit der Bancontact-Debitkarte, während Bancontact One Click eine Ein-Klick-Zahlung ermöglicht, wenn Kartendaten bereits beim Händler gespeichert sind.
Neue QR-Codes im Handel
Im stationären Handel werden die bekannten rosa Payconiq-Aufkleber schrittweise ersetzt. Händler erhalten neue blaue QR-Code-Sticker, über die sowohl Bancontact Pay als auch die europäische Zahlungslösung Wero akzeptiert werden.
Die QR-Codes können wie bisher mit Bank-Apps oder der Bancontact-App gescannt werden.
Auch die Händlerlösungen des Unternehmens werden künftig unter einer einheitlichen Marke geführt. Anwendungen für Geschäftsinhaber laufen nun unter Bancontact Pro. Dazu gehört auch die bisherige App „Payconiq Go“, mit der Händler QR-Code-Zahlungen über ihr Smartphone empfangen können.
Ab Montag erhalten Händler im gesamten Land neue Informationsmaterialien und Aufkleber für ihre Geschäfte. Innerhalb einer Woche soll das Netzwerk von rund 80.000 Händlern vollständig umgestellt sein.
Das Unternehmen hatte ursprünglich noch bis Ende 2026 das Recht, die Marke Payconiq zu nutzen. Dennoch entschied sich Bancontact Company, die Umbenennung vorzuziehen und künftig stärker auf die in Belgien etablierte Marke Bancontact zu setzen.
Bancontact verweist darauf, dass die Marke seit 46 Jahren existiert und fest im Alltag der Verbraucher verankert sei. Insgesamt sind nach Unternehmensangaben rund 18 Millionen Bancontact-Karten im Umlauf.
Mobile Zahlungen gewinnen in Belgien weiterhin an Bedeutung. Im Jahr 2025 nutzten 48 Prozent der Belgier mindestens einmal eine QR-Code-Zahlung, nach 42 Prozent im Jahr zuvor.
Insgesamt wickelt Bancontact Company jährlich rund 2,5 Milliarden Transaktionen ab. Mobile Zahlungen machen davon mittlerweile etwa 21 Prozent aus – ein Anteil, der sich seit 2019 nahezu verachtfacht hat. Auch bei Onlinezahlungen erfolgt ein Großteil der Transaktionen inzwischen über das Smartphone. (belga/rt)

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