Heuschnupfen: So wird Sport draußen (etwas) erträglicher

<p>Früh joggen kann sich lohnen: Morgens ist die Pollenkonzentration am niedrigsten, zumindest in der Stadt. Auf dem Land sieht das anders aus.</p>
Früh joggen kann sich lohnen: Morgens ist die Pollenkonzentration am niedrigsten, zumindest in der Stadt. Auf dem Land sieht das anders aus. | Foto: Markus Scholz/dpa

Wer eine Pollenallergie hat, weiß: Selbst von der schönsten Lauf- oder Radstrecke hat man wenig, wenn die Augen jucken, die Nase läuft und man weniger Luft bekommt als gewohnt. Immerhin: Ein paar Dinge können Heuschnupfen-Geplagte beachten, um sich das Outdoor-Training etwas angenehmer zu machen.

Wer trotz Heuschnupfen Sport treiben möchte, sollte zunächst einen Blick auf die Pollenflugvorhersage werfen. Zeigt die Karte für eine bestimmte Pflanzenart besonders hohe Werte, kann es sinnvoll sein, das Training zu verschieben oder nach drinnen zu verlegen – etwa auf ein Laufband im Fitnessstudio. Wie stark die Pollenbelastung ist, hängt auch von der Tageszeit ab. In Städten ist sie meist am frühen Morgen am niedrigsten, etwa zwischen 6 und 8 Uhr. Auf dem Land dagegen sind die Werte eher am Abend geringer, häufig zwischen 18 Uhr und Mitternacht. Diese Zeiten sind allerdings nur grobe Richtwerte. Pflanzenarten, geografische Lage und Wetterbedingungen können dafür sorgen, dass sich die Pollenkonzentration vor Ort anders entwickelt. Auch das Wetter spielt eine Rolle. Nach einem Regenschauer ist die Luft oft deutlich weniger mit Pollen belastet, sodass Sport im Freien dann angenehmer sein kann. Hilfreich kann außerdem die Wahl der Strecke sein. In Nadelwäldern fliegen in der Regel weniger Pollen als an Wiesen- oder Ackerrändern. Auch Sportarten auf oder im Wasser – etwa Segeln, Surfen, Schwimmen oder Stand-up-Paddling – sind meist mit einer geringeren Pollenbelastung verbunden. Wichtig ist zudem, den Körper nicht plötzlich stark zu belasten. Gerade Menschen mit Heuschnupfen sollten ihr Training langsam beginnen und sich ausreichend aufwärmen. Eine abrupte Belastung kann die Atemwege zusätzlich reizen. Vor dem Sport kann es außerdem helfen, die Nase mit einer Kochsalzlösung zu spülen oder ein Nasenspray auf Meerwasserbasis zu verwenden. Das erleichtert das Atmen durch die Nase. Wer unter allergisch gereizten Augen leidet, kann sie zusätzlich mit einer Sonnenbrille schützen. Während des Trainings sollte man aufmerksam auf die Signale des Körpers achten. Wenn das Atmen schwerfällt, empfiehlt es sich, die Intensität zu reduzieren und ruhigere Einheiten mit Pausen einzulegen. Ein Gefühl geringerer Leistungsfähigkeit kann zudem auch mit Allergiemedikamenten zusammenhängen, da manche Antihistaminika Müdigkeit als Nebenwirkung haben. Nach dem Training ist es sinnvoll zu duschen und die Sportkleidung zu wechseln. So lassen sich Pollen aus Haaren und Kleidung entfernen und man trägt möglichst wenig davon in den weiteren Alltag. (dpa/sc)

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