Laut der aktuellen Umfrage von „Le Soir“, RTL Info, Ipsos, „HLN“ und VTM, die am Freitagabend veröffentlicht wurde, kommt die PTB um Parteichef Raoul Hedebouw inzwischen auf 25,5 Prozent der Stimmen in der Hauptstadtregion. Bereits im Dezember hatte sie mit 22,3 Prozent deutlich zugelegt. Nun baut sie ihren Vorsprung weiter aus. Die PS folgt mit 18,4 Prozent auf Platz zwei. Die MR liegt mit 16,4 Prozent auf Rang drei.
Im weiteren Feld können hauptsächlich Les Engagés zulegen. Die Partei gewinnt gegenüber der letzten Erhebung fast drei Prozentpunkte hinzu und steigt von 9 auf 11,7 Prozent. Ecolo verliert leicht und fällt von 7,4 auf 7,1 Prozent. Défi rutscht mit 4,5 Prozent wieder unter die Wahlhürde. Bei den beliebtesten Politikern bleibt die frühere Premierministerin Sophie Wilmès (MR) an der Spitze. Dahinter folgt der amtierende Premierminister Bart De Wever (N-VA). Der PS-Vorsitzende Paul Magnette (PS) komplettiert das Podium.
In der Wallonie bleibt die PS trotz leichter Verluste klar stärkste politische Kraft. Die Sozialisten kommen auf 27,9 Prozent der Stimmen. Das sind 1,1 Prozentpunkte weniger als im Dezember-Barometer, aber deutlich mehr als bei den Wahlen im Mai 2024. Die MR liegt mit 21 Prozent zwar weiterhin auf Platz zwei, verliert aber deutlich an Zustimmung. Gegenüber den Wahlen vor zwei Jahren büßen die frankofonen Liberalen 7,2 Prozentpunkte ein. Gleichzeitig rückt Les Engagés näher heran. Die Partei erreicht 19,4 Prozent und liegt damit nur noch knapp hinter der MR. Bei den Wahlen 2024 hatte die Formation um Außenminister Maxime Prévot 20 Prozent erzielt. Die PTB landet in der Wallonie mit 17 Prozent auf Platz vier. Gegenüber dem Dezember-Barometer verliert sie 2,6 Prozentpunkte, bleibt jedoch klar über ihrem Ergebnis von 11,6 Prozent bei den letzten Wahlen. Ecolo kommt auf 7,9 Prozent und liegt damit etwa einen Punkt über seinem damaligen Wahlergebnis.
Auch bei der Popularität einzelner Politiker bleibt das Bild relativ stabil. Sophie Wilmès, Paul Magnette und Les-Engagés-Präsident Maxime Prévot führen weiterhin das Ranking an.
In Flandern schließlich bleibt die politische Landschaft weitgehend unverändert. Die N-VA von Premierminister Bart De Wever bleibt mit 25,5 Prozent stärkste Kraft. Direkt dahinter folgt Vlaams Belang mit 25,4 Prozent. Die rechtsextreme Partei gewinnt im Vergleich zur vorherigen Umfrage 1,5 Prozentpunkte hinzu und liegt damit fast gleichauf mit der N-VA. Deutlich dahinter folgen die beiden kleineren flämischen Regierungsparteien der Arizona-Koalition. Vooruit kommt auf 12,8 Prozent, das CD&V auf 12,6 Prozent. Beide Werte entsprechen ungefähr ihren Ergebnissen bei den Wahlen 2024. Der flämische Ableger der PTB, die PVDA, nähert sich der Marke von zehn Prozent und erreicht 9,8 Prozent. Groen bleibt mit 7,7 Prozent dahinter zurück. Am Ende der Tabelle steht Anders, die frühere Open VLD. Mit 5,6 Prozent erzielt die Partei ihr bislang schlechtestes Ergebnis und kommt der Fünf-Prozent-Hürde gefährlich nahe. Bei der Beliebtheit einzelner Politiker bleibt Bart De Wever in Flandern klar führend. Sieben von zehn Befragten äußern eine positive Meinung über den Premierminister. Dahinter folgen Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) und Innenministerin Annelies Verlinden (CD&V). (svm)

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