Belgiens Innenminister Bernard Quintin (MR) nahm am Donnerstag an einer Polizeikontrolle in Adinkerke bei La Panne teil. Auch der britische Migrationsminister Alex Norris war vor Ort. Beide Politiker wollen die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern ausbauen, um stärker gegen die Schleusernetzwerke vorzugehen.
„Wir arbeiten bereits gut mit unseren britischen Kollegen zusammen, wollen aber insbesondere den Informationsaustausch verbessern“, erklärte Quintin. „Seit dem Brexit ist dieser Austausch schwieriger geworden. Wir brauchen einen angepassten rechtlichen Rahmen, um einen reibungslosen Informationsfluss zu gewährleisten.“
Auch eine intensivere Zusammenarbeit bei Polizeieinsätzen wird geprüft. Zwar gebe es bereits gemeinsame Maßnahmen und britische Unterstützung, doch wolle man diese Kooperation weiter ausbauen.
Der Gouverneur der Provinz Westflandern, Carl Decaluwé, der seit längerem zusätzliche Unterstützung fordert, begrüßte die Initiative. „Es ist ein positives Signal, dass dieses Thema auf höchster politischer Ebene behandelt wird“, sagte er. Die Belastung für die Region und die Polizeidienste sei derzeit sehr hoch.
Zwar habe die Region bereits zusätzliche Unterstützung durch die föderalen Behörden erhalten, doch hoffe man nun auf eine dauerhafte und strukturierte Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure. (belga/rt)

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