Utexbel sollte ursprünglich bereits am 16. Dezember vor dem Korrektionalgericht erscheinen, um sich wegen mehrerer Umweltverstöße zwischen 2018 und 2023 zu verantworten. Die Verhandlung wurde jedoch auf April verschoben, nachdem die Staatsanwaltschaft zusätzliche Vorwürfe eingereicht hatte.
Demnach besteht der Verdacht, dass das Unternehmen auch im vergangenen Jahr „schwere und systematische“ Umweltvergehen begangen haben könnte. Das geht aus Dokumenten hervor, die „De Standaard“ einsehen konnte.
Der operative Direktor von Utexbel hatte im Dezember erklärt, dass sich der Prozess lediglich auf ältere Protokolle und Beschwerden aus den Jahren 2018 bis 2023 beziehe. Mit der derzeit gültigen Umweltgenehmigung, die bis 2027 läuft, habe dies nichts zu tun. Zudem verwies er darauf, dass Anlagen installiert worden seien, um schädliche Stoffe aus dem Abwasser zu entfernen.
Nach Angaben der Umweltinspektion der flämischen Umweltbehörde leitete das Unternehmen jedoch auch im vergangenen Jahr monatlich größere Mengen PFAS über sein Abwasser ein. Die Behörde stützt sich dabei auf Analysen von Proben, die im März, Juni und Juli entnommen wurden.
Auch unternehmenseigene Messungen sollen zeigen, dass die zulässigen Grenzwerte deutlich überschritten wurden.
Die Umweltinspektion hat den Geschäftsführer des Unternehmens schriftlich aufgefordert, die geltenden Normen unverzüglich einzuhalten. Auch die Staatsanwaltschaft wurde über die Ergebnisse informiert. (belga/rt)

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