Ritter Alfred Bourseaux R.I.P.

In den drei synoptischen Evangelien steht der strenge Spruch Jesu, der oft missverstanden wird: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“ Wenn dem so wäre, hätten die meisten von uns keine Chance.

Als der reiche Jüngling sich von ihm abwandte. meinte Jesus nicht unbedingt das winzige Ohr einer Nadel, sondern ein enges Tor in der Stadtmauer von Jerusalem, das so eng war, dass ein Kamel nur ohne Gepäck durchkriechen konnte.

Insofern darf Alfred Bourseaux getrost vor seinen Richter treten: Denn wenn man die guten Werke, die er für seine Familie, für die Mitarbeiter seines Unternehmens und für die Heimatstadt Eupen geleistet hat, auflisten müsste, würde ein dickes Buch nicht ausreichen.

Kommentare

  • Es gibt nur einen einzigen Richter, Herr Bauer, vor dem sich alle Menschen rechtfertigen müssen: Das eigene Gewissen.

    Ritter Alfred Bourseaux wird angesichts seines Lebenswerks beim Blick in den Spiegel mit sich selbst im Reinen sein. Sein Leben und Wirken sprechen für sich. Da bedarf es keinerlei Psalmen oder "externer Richter"...

  • Einfach nur peinlich Herr Hezel, ihr Hass auf Gott und die Christen hat hier keinen Platz !
    Herr Bourseaux war ein sehr gläubiger Mensch, also hätten Sie ihren deplatzierten Kommentar besser für sich behalten !

  • Für wen hält Frau Schmitz sich eigentlich, dass sie meint, den Menschen den Mund verbieten zu müssen, weil ihr eine Meinung und eine nicht nach Ihrem Gustus verfasste Ehrerbietung nicht passen?
    Deplaziert. In der Tat.

  • Das Grenz-Echo hat sich nicht viel Mühe gemacht, den Tod von Alfred Bourseaux ins rechte Licht zu bringen, ist er doch der bedeutendste Unternehmer und Fabrikant Ostbelgiens überhaupt
    Zu meiner Schulzeit, als in der Oberstufe in Eupen, auch in St. Vith, in Französisch unterrichtet wurde, war das Kabelwerk der erste Arbeitgeber in Ostbelgien! Heute ist das Kabelwerk, ein produzierende Gewerbe, als Arbeitgeber hinter Krankenhaus und Regierung (!) zurückgefallen.
    Sehr klug hielt Alfred Bourseaux eine erfrischende gesunde Distanz zur Politik, zuletzt noch eine menschliche humorvolle sympathische Einbeziehung des deutschen Bundespräsidenten Steinmeier, der sich zu ihm im Rollstuhl beugte.
    Dieser "Unterstädter" blieb sich treu, vermittelte Nähe und Wärme, offenbar auch ein Familienmensch wie seine Enkelin es den Trauernden spüren ließ. Aus der Mitte seiner Stadt engagierte er Ostbelgier auch in Führungspositionen.
    Bei der Überschwemmungskatastrophe hat er mit seinen Mitarbeitern das Schiff ohne Wehklagen auf Vordermann gebracht, wobei er der Kutscher war, der seine willigen Pferde, die arbeiten wollen, in gang bringt. Und diese, seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, alle, haben wie von selbst die Verantwortung für die Arbeit gesehen, gelebt und erfüllt.

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