Zwar habe sich die Regierung auf einen Reformtext geeinigt, doch seien Abmachungen innerhalb der Koalition nicht immer stabil, so Vermorgen. Die Gewerkschaft verweist zudem auf kritische Stellungnahmen des Staatsrats zu dem Vorhaben. Die Regierung beachte diese derzeit nicht ausreichend und müsse mit möglichen Konsequenzen rechnen.
Auch die liberale Gewerkschaft CGSLB äußerte Bedenken. Ihrer Ansicht nach basiert die Reform auf der Annahme lückenloser Erwerbsbiografien. „Die heutigen Berufswege verlaufen jedoch deutlich weniger geradlinig“, erklärte Gewerkschaftsvertreterin Katrien Allaert.
Es bestehe daher das Risiko, dass Menschen mit ohnehin unsicheren oder unterbrochenen Karriereverläufen auch bei ihrer Rente finanziell benachteiligt würden. Eine Reform müsse zwar Anreize schaffen, länger zu arbeiten, gleichzeitig aber auch fair gegenüber Personen sein, die Schwierigkeiten im Berufsleben oder Karriereunterbrechungen erlebt hätten.
Die Gewerkschaften planen bereits weitere Proteste. Für Donnerstag, den 12. März, ist eine nationale Demonstration gegen die Politik der föderalen Regierung angekündigt. (belga/rt)

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