Hintergrund sind Zahlen, wonach mehr als 91 Prozent der jungen Frauen in Belgien bereits unerwünschtes Verhalten im öffentlichen Raum erlebt haben. Dazu zählen unter anderem aufdringliche Blicke, sexistische Bemerkungen oder unerwünschte Berührungen. Viele Frauen fühlten sich dadurch unsicher und passten ihre Wege durch die Stadt entsprechend an.
Anlässlich des Internationalen Frauentags will die Stadt ihre Maßnahmen gegen sexistische Gewalt verstärken. Vom 6. bis 20. März läuft eine Kampagne unter dem Motto „Stop Straßenbelästigung“. Geplant ist unter anderem eine kostenlose Erlebnisinstallation, bei der Männer mithilfe eines Simulators nachvollziehen können, wie sich Straßenbelästigung für Frauen anfühlt. Ergänzt wird die Aktion durch eine Plakatkampagne und weitere Maßnahmen im öffentlichen Raum.
Darüber hinaus setzt die Stadt auf Bildungsmaßnahmen. So sollen Mitarbeiter geschult werden, und Schulen in Brüssel werden künftig den Dokumentarfilm „Sale Pute“ im Unterricht zeigen.
Auch die Gestaltung des öffentlichen Raums soll stärker berücksichtigt werden. Geplant sind unter anderem mehr weibliche Straßennamen sowie eine inklusivere Gestaltung von Straßen und Plätzen.
„Mit diesem Ansatz wollen wir die Ursachen sexistischer Gewalt bekämpfen und den öffentlichen Raum zu einem wichtigen Hebel für Gleichberechtigung machen“, erklärte Nawal Ben Hamou.

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