Der Test wurde von dem Toxikologen Jan Tytgat durchgeführt und basiert auf einer Analyse von Haarproben der Ministerin. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: In der Untersuchung konnten weder Kokain noch dessen Abbauprodukte nachgewiesen werden. In der Schlussfolgerung heißt es, es gebe „keinen wissenschaftlichen Grund, eine Einnahme oder Exposition gegenüber Kokain anzunehmen“.
Auslöser für die Untersuchung war ein Zwischenfall im flämischen Parlament im Januar. Während einer hitzigen Debatte hatte die Abgeordnete Gwendolyn Rutten (Anders) der Ministerin zugerufen: „Zieh noch ein bisschen.“ Die Bemerkung wurde als Anspielung auf angeblichen Drogenkonsum verstanden.
Rutten entschuldigte sich später zwar für die Aussage, doch die Diskussion hielt in den folgenden Wochen an. De Ridder entschied sich deshalb, einen Drogentest durchführen zu lassen und das Ergebnis öffentlich zu machen.
In ihrem Instagram-Beitrag erinnerte die Regionalministerin zudem daran, dass sie während ihrer Zeit als Hafenschöffin sechs Jahre lang im Kampf gegen die Drogenkriminalität engagiert gewesen sei. „Es ist schon weit gekommen in unserem Rechtsstaat, dass man seine Unschuld beweisen muss – aber bitte sehr“, schrieb sie mit einem ironischen Unterton.
Zugleich erklärte sie, sie hoffe, dass der Test nun Klarheit bringe – auch für ihr Umfeld. „‚Haters gonna hate‘, das wird sich nicht ändern, und darüber verlieren wir schon lange keinen Schlaf mehr“, schrieb De Ridder. „Aber ich hoffe, dass dies all jenen, die mir oder meiner Familie, Freunden oder Unterstützern in den vergangenen Wochen Fragen gestellt haben, Klarheit gibt und sie beruhigt. Und dass nun ein Schlussstrich unter die Sache gezogen werden kann.“ (calü)

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