Konkret zeigt die Untersuchung, dass Flexi-Jobber 2021 im Schnitt 20,8 Verträge bei demselben Arbeitgeber hatten. Vier Jahre später liegt dieser Wert bereits bei 26,3 – ein Anstieg um rund 26 Prozent.
Die Studie untersucht, wie oft Arbeitnehmer in diesem flexiblen Beschäftigungsmodell bei denselben Betrieben eingesetzt werden. Während die durchschnittliche Zahl der Einsätze deutlich gestiegen ist, blieb der Anteil der Flexi-Jobber an der gesamten Belegschaft der untersuchten Unternehmen weitgehend stabil.
Für Nathalie Mertens von Securex ist das ein Zeichen für eine grundlegende Veränderung am Arbeitsmarkt. „Es handelt sich nicht um eine vorübergehende Entwicklung, sondern um einen strukturellen Wandel in der Art und Weise, wie Unternehmen Flexibilität organisieren“, erklärt sie.
Besonders ausgeprägt ist der Trend in der Lebensmittelbranche. Dort stieg die durchschnittliche Zahl der Verträge pro Flexi-Jobber beim selben Arbeitgeber von 33,7 im Jahr 2021 auf 41,8 im Jahr 2025.
Im Gastgewerbe – traditionell einer der wichtigsten Bereiche für Flexi-Jobs – fiel der Anstieg dagegen etwas moderater aus. Hier erhöhte sich die durchschnittliche Zahl der Verträge von 17,8 auf 22,2.
Auch in Branchen, die Flexi-Jobs erst vor Kurzem eingeführt haben, zeichnet sich laut Securex bereits ein ähnlicher Trend ab. Allerdings ist der Anteil der Beschäftigten mit diesem Status dort noch vergleichsweise gering.
Für die Analyse wertete Securex Daten von 28.565 Arbeitnehmern aus, die bei insgesamt 2.074 Unternehmen beschäftigt sind. Berücksichtigt wurden ausschließlich Betriebe, die Flexi-Jobs tatsächlich einsetzen. (belga/calü)

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