Das Gerät trägt den Namen THEQ-1 – eine Anspielung auf den föderalen Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA), der die Drohne bei der Präsentation selbst ausprobieren durfte. Unterstützt von einem Instruktor steuerte der Minister den Prototypen.
„Unsere Soldaten sind noch nicht dafür ausgebildet, mit Drohnen zu arbeiten, obwohl das heute Realität für die Verteidigung ist“, erklärte Francken. „Wir müssen also beschleunigen. Hunderte Soldaten werden im Umgang mit Drohnen ausgebildet.“
Für die belgische Armee wird der Einsatz solcher Systeme zunehmend wichtiger. Francken verwies dabei ausdrücklich auf den Krieg in der Ukraine, der seiner Ansicht nach gezeigt habe, wie entscheidend diese Technologie inzwischen geworden ist. Dort handle es sich um einen regelrechten „Drohnenkrieg“, sagte der Föderalminister.
Die Trainingsdrohnen sollen künftig vor allem zur Ausbildung von Soldaten eingesetzt werden. Ziel ist es, ihnen frühzeitig praktische Erfahrung im Umgang mit unbemannten Fluggeräten zu vermitteln.
Neben Berufssoldaten sollen auch junge Menschen, die einen freiwilligen Militärdienst leisten, in Zukunft den Umgang mit Drohnen lernen. „Es ist wichtig, dass auch diese jungen Leute so schnell wie möglich lernen, Drohnen zu steuern. Das ist unser Ziel“, betonte Francken. Die entsprechenden Programme seien zwar noch nicht endgültig beschlossen, doch man wolle „auf jeden Fall viele junge Menschen im Drohnenfliegen ausbilden“.
Das Unternehmen Noordzee Drones arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit der belgischen Armee zusammen und unterstützt unter anderem bei der Ausbildung von Drohnenpiloten. (belga/calü)

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