Insgesamt halten sich etwa 26.000 Belgier im gesamten Nahen Osten auf. Davon sind 240 Personen als ständige Einwohner im Iran registriert, weitere zehn Reisende haben sich über die Plattform „Travellers Online“ gemeldet. Das Außenministerium betont jedoch, dass es sich um die aktuell vorliegenden Zahlen handle. „Diese Zahlen ändern sich ständig: In manchen Ländern ist die Zahl der Belgier gestiegen, weil sich Reisende registriert haben, während andere Belgier Länder wieder verlassen haben.“
Viele Belgier in den Emiraten und in Israel
Von den 26.000 Belgiern in der Region sind rund 2.325 Touristen. Die meisten von ihnen – etwa 1.655 – befinden sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten, zu denen auch Dubai gehört. Dort leben zudem rund 5.400 Belgier dauerhaft.
Der internationale Flughafen von Dubai, eine der wichtigsten Drehscheiben des weltweiten Luftverkehrs, ist infolge der amerikanisch-israelischen Luftangriffe auf den Iran und der iranischen Reaktionen weitgehend geschlossen. Das erschwert Rückreisen erheblich.
Weitere Länder mit größeren belgischen Gemeinschaften sind Israel (10.500 ständige Einwohner und 90 Reisende), Jerusalem und die palästinensischen Gebiete (3.300 ständige Einwohner) sowie der Libanon (1.800 ständige Einwohner und 100 Reisende).
Das Außenministerium bestätigte, dass „viele Menschen in der Region“ um eine Evakuierung bitten. Dennoch stellte Außenminister Maxime Prévot (Les Engagés) am Montagmorgen klar, dass Evakuierungen derzeit nicht auf der Tagesordnung stehen. Diese Linie bekräftigte das Außenministerium später am Tag erneut.
Mehrere Staaten haben inzwischen ihren Luftraum geschlossen, was die Lage zusätzlich verkompliziert. Brüssel steht nach eigenen Angaben weiterhin „mit anderen EU-Staaten in Kontakt, um alle möglichen Optionen zu prüfen, um belgischen Staatsangehörigen zu helfen, die in der Region festsitzen“.
Klare Empfehlung: Bleiben und Anweisungen befolgen
Bis auf Weiteres rät das Außenministerium allen Belgiern in den betroffenen Ländern dringend, „zu Hause zu bleiben, unnötige Reisen zu vermeiden und die Anweisungen der lokalen Behörden strikt zu befolgen“.
Wie sich die Situation weiterentwickelt, bleibt offen. Klar ist jedoch: Die Sicherheitslage im Nahen Osten sorgt nicht nur geopolitisch für Spannungen – sie betrifft auch tausende belgische Staatsbürger unmittelbar. (belga/calü)

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