Zuvor hatten das Brüsseler Stadtmagazin „Bruzz“ und die flämische Tageszeitung „De Morgen“ über mehrere kontroverse Äußerungen Pettits in sozialen Netzwerken berichtet. In Beiträgen hatte er unter anderem das iranische Regime verteidigt und den getöteten Ayatollah Khamenei mit dem Papst verglichen. Bereits zuvor hatte er die Terrorangriffe der Hamas vom 7. Oktober 2023 in Israel auf der Plattform X als „eine legitime Handlung des Widerstands“ bezeichnet, die „in gewisser Hinsicht genial“ gewesen seien.
Nach Angaben der VUB stehen die jüngsten Äußerungen im Widerspruch zu den Absprachen, die im Rahmen der geplanten Anstellung mit Pettit getroffen worden waren.
„Die VUB steht für Meinungsfreiheit, auch wenn es sich um kontroverse Standpunkte handelt. Aber Aussagen, die zu Hass oder Gewalt aufrufen, überschreiten nicht nur gesetzliche Grenzen, sondern auch die Normen und Werte, die innerhalb der universitären Gemeinschaft der VUB gelten“, heißt es in der Mitteilung der Uni.
Die Führung der Bildungseinrichtung betont damit, dass sie zwar die freie Debatte verteidige, zugleich aber klare Grenzen ziehe, wenn Äußerungen als hetzerisch oder gewaltverherrlichend eingestuft würden.
Pettit war bereits zuvor an der niederländischen Radboud-Universität unter Druck geraten. Dort hatte sein pro-palästinensisches und anti-israelisches Engagement zu Vorwürfen des Antisemitismus sowie zu Anschuldigungen geführt, er habe zu Gewalt aufgerufen. Schließlich kam es auch dort zur Trennung. (belga/calü)

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