Mehr Kontrollen, höhere Einnahmen: Sozialbetrug bleibt im Fokus der Behörden

<p>Minister Rob Beenders</p>
Minister Rob Beenders | Foto: Photo News

Der Minister relativiert diesen Rückgang. Die Zahlen könnten ein verzerrtes Bild vermitteln, betont er. In den vergangenen Jahren hätten zu Unrecht bezogene Corona-Hilfen die Rückforderungen zusätzlich in die Höhe getrieben. Mit dem Auslaufen dieser Sondermaßnahmen normalisiere sich nun auch das Niveau der Einnahmen.

Der Kampf gegen Sozialbetrug beschränkt sich längst nicht nur auf unrechtmäßig bezogene Sozialleistungen. Im Jahr 2025 wurden Sozialbeiträge in Höhe von 255 Millionen Euro eingefordert. Hinzu kamen 120 Millionen Euro an zu Unrecht gezahlten Sozialleistungen. Außerdem verhängten die Behörden administrative Geldbußen in Höhe von zwölf Millionen Euro.

Die Zahlen zeigen: Der Staat setzt verstärkt auf Kontrolle. Im vergangenen Jahr fanden 15.337 gemeinsame Inspektionen statt, an denen zwei oder mehr Kontrollbehörden beteiligt waren. Besonders im Fokus standen die Bauwirtschaft und das Gastgewerbe – Branchen, die traditionell als anfällig für Schwarzarbeit und Sozialdumping gelten. Auch Problemlagen in Großstädten rückten stärker in den Mittelpunkt.

Parallel dazu stieg die Zahl der individuellen Untersuchungen deutlich. 2025 wurden 147.863 Einzelfälle geprüft – ein Plus von 7,3 Prozent gegenüber 2024, als es noch 137.796 waren.

Für Minister Beenders ist die Bilanz klar positiv: „Wir kontrollieren mehr, wir untersuchen mehr, und fast jede zweite Untersuchung führt zu konkreten Ergebnissen. Das ist essenziell für einen fairen Arbeitsmarkt.“

Die Regierung will damit nicht nur Missbrauch verhindern, sondern auch ehrliche Arbeitnehmer und Unternehmen schützen. Wer Sozialbeiträge korrekt zahlt und sich an die Regeln hält, soll nicht durch unlauteren Wettbewerb benachteiligt werden. (belga/calü)

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