Zwei Betrugsfälle in der Eifel: Polizei warnt vor Weitergabe sensibler Daten

<p>Zwei Betrugsfälle in der Eifel: Polizei warnt vor Weitergabe sensibler Daten</p>
Illustrationsfoto: Zacharie Scheurer/dpa

Ein Fall von Vertrauensmissbrauch und Betrug ereignete sich am vergangenen Samstag in der Gemeinde Bütgenbach. Eine Person hatte sich zunächst wegen eines WLAN-Problems an die Firma Proximus gewandt und einen Technikertermin vereinbart. Kurz darauf erhielt sie eine SMS, die angeblich von Proximus stammte. Darin wurde angekündigt, dass ein Anruf erfolgen werde, um Kontodaten zu aktualisieren.

Wenig später meldete sich telefonisch ein Mann, der sich als Mitarbeiter von Proximus ausgab. Auf Nachfrage erklärte er jedoch, nicht wegen des vereinbarten Technikertermins anzurufen. Stattdessen gab er an, ein Update auf dem Mobiltelefon durchführen zu müssen, um die Kontodaten zu aktualisieren. Die betroffene Person wurde angewiesen, zu WhatsApp zu wechseln und dort bestimmte Einstellungen am Handy zu ändern. Anschließend wurde eine angebliche Update-App mit dem Namen „Proximus 6311“ übermittelt. Diese blockierte jedoch das Mobiltelefon vorübergehend.

Im weiteren Verlauf forderte der Anrufer die Seriennummer des Digi-Passes der Crelan-Bank an. Nachdem diese übermittelt worden war, öffnete sich die Banking-App und die Person wurde zur Eingabe ihres persönlichen Codes aufgefordert. Bei der späteren Überprüfung der Kontobewegungen stellte sich heraus, dass bereits Geldbeträge abgebucht worden waren. Ein sofortiger Anruf bei Card Stop war zunächst nicht möglich, da das Mobiltelefon durch das vermeintliche Update blockiert war.

Ein weiterer Fall von Computerbetrug durch Phishing wurde am Dienstag in der Gemeinde St.Vith gemeldet. Hier erhielt eine Person eine E-Mail, die angeblich von der Crelan Bank stammte. Darin wurde sie aufgefordert, über einen Link ihr Crelan-Mobile-Abonnement zu aktivieren. Da die Nachricht vertrauenswürdig erschien, klickte das Opfer auf den Link und bestätigte seine Identität über Itsme. Kurz darauf folgte eine weitere E-Mail, die die Aktivierung bestätigte. Später stellte die betroffene Person fest, dass mehrere höhere Geldbeträge vom Konto abgehoben worden waren.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass persönliche Daten, Zugangscodes oder Bankinformationen niemals telefonisch weitergegeben werden sollten – auch dann nicht, wenn sich Anrufer als Mitarbeiter eines Unternehmens ausgeben. (red/jj)

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