Ende vergangenen Jahres waren alle 17-Jährigen in Belgien per Brief eingeladen worden, sich für das neue Modell eines einjährigen freiwilligen Militärdienstes zu melden. Insgesamt wurden rund 149.000 Schreiben verschickt. Nun zeigt sich: Das Angebot trifft einen Nerv.
Mit fast 3.000 Anmeldungen übersteigt die Zahl der Interessenten die verfügbaren Plätze um ein Vielfaches. Die Bewerbungsfrist läuft zwar noch bis zum 9. April, doch viele Kandidaten wurden bereits zu Auswahltests eingeladen. Im Juli sollen sie erfahren, ob sie tatsächlich angenommen wurden. Für die ersten Freiwilligen beginnt der Dienst im August.
Auffällig ist die Zusammensetzung der Bewerber: Vier von fünf Interessenten sind männlich. Sprachlich hält sich das Interesse nahezu die Waage – die Zahl der frankophonen und niederländischsprachigen Kandidaten liegt jeweils bei rund 50 Prozent.
Mit dem freiwilligen Militärdienst will die Föderalregierung jungen Menschen Einblick in die Armee geben und gleichzeitig das Verteidigungsbewusstsein stärken. In Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen setzt Belgien damit auch ein sicherheitspolitisches Signal. (belga/calü)

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