IAWM erhält 2026 6,77 Millionen Euro: Großteil der Dotation fließt ins ZAWM

<p>Die Dotation sichert unter anderem Gehälter, Ausbildungsprojekte und Prämien in der dualen Ausbildung.</p>
Die Dotation sichert unter anderem Gehälter, Ausbildungsprojekte und Prämien in der dualen Ausbildung. | Archivfoto: GrenzEcho

Wertz hatte angesichts der angespannten Haushaltslage um eine detaillierte Aufschlüsselung gebeten. Der entsprechende Haushaltsposten lasse „keine vertieften Einblicke in die Struktur der Finanzierung“ zu, so der Abgeordnete. Gerade „in einer Situation des Sparhaushaltes“ erscheine es „umso wichtiger, die Beträge an die Einrichtung öffentlichen Interesses, welche das IAWM darstellt, zu analysieren“.

So setzt sich die Dotation zusammen.

Franssen verweist in seiner Antwort auf das verabschiedete Haushaltsdekret vom 10. Dezember 2025. Demnach setzt sich die Dotation für das Jahr 2026 aus mehreren Elementen zusammen: 6.525.000 Euro entfallen auf die reguläre Dotation an das IAWM, 245.000 Euro sind für Prämien an Arbeitgeber und Auszubildende im Rahmen der dualen Ausbildung – konkret für den Start- und Praktikumsbonus – vorgesehen, und weitere 20.000 Euro werden als Kapitaldotation für Investitionsausgaben bereitgestellt.

Von den Ausgabeermächtigungen entfallen 4.968.000 Euro auf operative Tätigkeiten. Ein Großteil der Mittel ist demnach unmittelbar für die Tätigkeit des Zentrums für Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes (ZAWM) vorgesehen. 4.108.000 Euro „gehen direkt in Form von Gehältern oder Subventionen […] an das ZAWM oder das Personal des ZAWM“, so der Minister.

Weitere Mittel fließen in Projekte und Weiterbildungen, darunter Programme wie „Erlebniswerkstatt“, „Knick-Knack“, „Starttage“ oder die „Projektwoche PDS/FZFP“. Finanziert werden außerdem VCA-Sicherheitskurse für Lehrlinge, Honorare für externe Jurymitglieder, Pädagogikkurse für betriebliche Ausbilder sowie verschiedene Werbemaßnahmen wie der „Markt der Lehrberufe“, Schnupperwochen oder die Lehrstellenbörse.

Die 245.000 Euro für den Start- und Praktikumsbonus „gehen integral an die Auszubildenden und Betrieb, die Anrecht auf einen Start- und Praktikumsbonus haben“, so der Minister. Darüber hinaus sind 183.000 Euro für Aktivitäten in der landwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung vorgesehen. 137.000 Euro decken unter anderem Buskosten sowie Fahrtkostenzuschüsse für Lehrlinge. Weitere 14.000 Euro werden als 50-prozentiger Zuschuss für didaktisches Material bereitgestellt. Auch externe Partner profitieren: 26.000 Euro gehen an die Mittelstandsvereinigung Ostbelgien (MSVO), 10.000 Euro laut Vertrag an World Skills. Zusätzlich generiert das IAWM eigene Einnahmen – unter anderem aus dem Buskartenverkauf (12.000 Euro) und aus überbetrieblichen Ausbildungen (59.000 Euro).

Für die Verwaltung sind 1.895.000 Euro vorgesehen. Damit werden Gehälter und Sozialabgaben des IAWM-Personals, laufende Kosten sowie Arbeiten an der gemeinsam mit dem ZAWM genutzten Datenbank „Phoenix“ finanziert.

Über die weitergeleiteten Mittel hinaus erhält das ZAWM zusätzliche Unterstützung. Im Rahmen des ESF-Projektes „BIDA III+“ fließen 366.267,39 Euro. Dieser Zuschuss besteht „in jeweils gleichen Anteilen aus Mittel der Europäischen Union sowie der Deutschsprachigen Gemeinschaft“, wie Franssen erklärt. Zudem arbeiten das Arbeitsamt und das ZAWM derzeit an einem gemeinsamen Angebot im Bereich administrativer Angestellter. Auch hierfür soll das ZAWM einen Zuschuss erhalten.

Neuer Vertrag

befindet sich in Arbeit.

Mit Blick auf mögliche Anpassungen der Bezuschussungskriterien verweist Franssen auf den laufenden Geschäftsführungsvertrag mit dem IAWM. Dieser wurde 2025 um ein Jahr bis Ende 2026 verlängert.

„Zurzeit arbeitet die Regierung und das IAWM den neuen Geschäftsführungsvertrag aus und wird dem Parlament den Vertragsentwurf im Laufe des Jahres zur Genehmigung vorlegen“, erklärt der Minister. Ein „Kernthema in diesem neuen Vertrag soll die Schaffung von modularen Angeboten für Arbeitssuchende in Kooperation mit dem Arbeitsamt sein“. Damit deutet sich an, dass die mittelständische Ausbildung künftig stärker auf flexible, zielgerichtete Qualifizierungsangebote setzen könnte – auch mit Blick auf Arbeitssuchende. (nc)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment