Noch deutlicher fällt die Haltung mit Blick auf Investitionen aus: 44,5 Prozent der Befragten sind der Meinung, belgische und europäische Unternehmen sollten weniger in den USA investieren. Lediglich 3,8 Prozent geben an, im Gegenteil sogar mehr amerikanische Produkte zu kaufen.
Für die Erhebung wurden zwischen dem 30. Januar und dem 6. Februar 1.000 Belgier befragt. Die statistische Fehlermarge liegt bei drei Prozent. Auffällig ist dabei ein deutlicher regionaler Unterschied: In Flandern geben 21,1 Prozent an, weniger US-Produkte zu kaufen, in der Wallonie sind es mit 30,6 Prozent deutlich mehr.
Auch bei Geldanlagen zeigt sich Zurückhaltung. Rund ein Viertel der Befragten, die in amerikanische Finanzprodukte investiert sind, hat sein Engagement zuletzt reduziert. 23,6 Prozent der Belgier mit US-Aktien investieren nach eigenen Angaben weniger in diese Titel. 22,2 Prozent fahren ihre Investitionen in amerikanische Fonds oder ETFs zurück. Und 27,7 Prozent setzen weniger auf den US-Dollar.
Die Umfrage macht zudem deutlich, dass die internationale Lage viele Menschen beunruhigt: Neun von zehn Belgiern zeigen sich besorgt über die jüngsten globalen Entwicklungen. In der Wallonie ist die Sorge mit 92,4 Prozent etwas stärker ausgeprägt als in Flandern (85,9 Prozent).
Diese Unsicherheit wirkt sich auch auf den Alltag aus. Zwei von fünf Belgiern (39 Prozent) geben an, weniger Geld für nicht lebensnotwendige Produkte wie Kleidung auszugeben. Mehr als ein Drittel (35,1 Prozent) spart zudem bei Urlaubsreisen. (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren