Bereits zuvor hatte Belgien 34 F-35-Kampfflugzeuge bestellt, die in den Vereinigten Staaten gebaut werden. Mitte Oktober landeten die ersten Maschinen auf der Luftwaffenbasis Florennes. Weitere Flugzeuge befinden sich derzeit auf der US-Luftwaffenbasis Luke im Bundesstaat Arizona, wo belgische Piloten ausgebildet und auf den Einsatz der neuen Jets vorbereitet werden.
Die föderale Regierung hatte Mitte vergangenen Jahres die strategische Vision für die Verteidigung verabschiedet. Darin ist der Kauf von elf zusätzlichen F-35 vorgesehen. Francken erklärte, er hoffe, den entsprechenden Vertrag noch in diesem Jahr unterzeichnen zu können. Er äußerte sich am Rande der Sicherheitskonferenz in München, wo er unter anderem mit Jim Taiclet, dem Chef des F-35-Herstellers Lockheed Martin, zusammentraf.
Der Minister betonte erneut, dass bei den zusätzlichen Flugzeugen möglichst viele europäische Komponenten berücksichtigt werden sollten. Eine Möglichkeit sieht er in der Endmontage im italienischen Cameri, wo bereits F-35 für Italien und die Niederlande fertiggestellt werden.
Auch die belgische Luftfahrtindustrie ist bereits an dem Programm beteiligt. Das flämische Unternehmen BMT Aerospace und das wallonische Unternehmen Safran Aero Boosters unterzeichneten im Oktober eine Vereinbarung mit dem Triebwerkshersteller Pratt & Whitney zur Produktion von Komponenten für die F-35-Triebwerke. (belga/rt)

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