Ferienbetreuung in Eupen: Kritik an Verlagerung nach Eynatten

<p>Der Abgeordnete Marco Hoffmann von Vivant</p>
Der Abgeordnete Marco Hoffmann von Vivant | Foto: David Hagemann

Hintergrund ist die Entscheidung, die Betreuung während bestimmter Ferienzeiten – unter anderem in den Osterferien 2026 – nicht mehr durchgehend am Standort Eupen anzubieten, sondern teilweise auf andere Standorte wie Eynatten zu verlagern. Betroffene Eltern sehen sich dadurch mit organisatorischen Herausforderungen konfrontiert.

Für zusätzliche Fragen sorgte die öffentliche Kommunikation zur Verfügbarkeit geeigneter Räumlichkeiten in Eupen. Während das ZKB den fehlenden exklusiven Zugang zu den Räumlichkeiten als Grund für die Anpassung nannte, wurde in Medienberichten darauf hingewiesen, dass bestimmte Einrichtungen während der Osterferien verfügbar gewesen seien. Vor diesem Hintergrund richtete der Abgeordnete Marco Hoffmann (Vivant) im Rahmen der jüngsten Regierungskontrolle eine Anfrage an die zuständige Ministerin Lydia Klinkenberg (ProDG), um Klarheit über die Entscheidungsgrundlage und die zukünftige Sicherstellung der Ferienbetreuung in Eupen zu erhalten. Die Ministerin erklärte im Parlament, dass während der Osterferien 2026 für das Referat Eupen-Raeren der Standort Eynatten vorgesehen sei, der über größere Kapazitäten verfüge. In den Sommerferien werde die Betreuung sowohl in Eupen als auch in Eynatten organisiert. Als Hintergrund verwies Klinkenberg unter anderem auf organisatorische Rahmenbedingungen, insbesondere die nicht durchgehend exklusive Nutzung der Räumlichkeiten der Villa Peters in Eupen. Insgesamt stünden weiterhin ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung, auch an alternativen Standorten in der Region. Marco Hoffmann zeigte sich kritisch. Gerade für berufstätige Eltern ohne Auto, etwa aus der Eupener Unterstadt, sei es schwierig, ihre Kinder rechtzeitig nach Eynatten zu bringen und anschließend pünktlich zur Arbeit zu gelangen. Elke Comoth (ProDG) entgegnete, es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass die Ministerin Einfluss auf das Tagesgeschäft des ZKB nehme. Hoffmann hielt dagegen, er sehe die Ministerin in der Verantwortung, insbesondere bei möglichen Missverständnissen. (sc)

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