In der Provinz Namur ist eine Kundgebung vor dem Rathaus geplant. In Marche-en-Famenne wollen Aktivisten mit lautstarken Aktionen gegen das protestieren, was sie als „soziales Blutbad“ bezeichnen. Dort sind auch Gespräche mit der wallonischen Regionalministerin Valérie Lescrenier (Les Engagés) sowie dem föderalen Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke (Les Engagés) vorgesehen.
Generalstreik in Lüttich
In Lüttich haben die Gewerkschaften zu einem Generalstreik aufgerufen. Um 10.30 Uhr soll auf dem Place Saint-Lambert ein symbolisches „Volksgericht“ stattfinden, bei dem die Föderalregierung auf der Anklagebank sitzt. Anschließend zieht ein Demonstrationszug durch die Stadt – vom Place Saint-Lambert über den Guillemins-Bahnhof bis zum Tour Paradis, wo gegen 12.30 Uhr eine Abschlusskundgebung geplant ist. Dort wird auch Marie-Hélène Ska, Generalsekretärin der CSC, sprechen.
Die sozialistische Gewerkschaft FGTB kündigte zudem eine Versammlung am Lütticher Regionalflughafen an. Hintergrund ist die Entlassung einer Gewerkschaftsdelegierten durch die Leitung des Flughafens – ein Vorgang, der laut FGTB „Signalwirkung“ habe.
Ein Jahr nach dem Amtsantritt der Regierung De Wever sei der soziale Unmut ungebrochen, betont Isabelle Debroux von der CSC Lüttich-Verviers-Ostbelgien. „Wenn die Straße sich mobilisiert, kann sie etwas bewegen“, erklärt sie. Bereits in der Vergangenheit habe kollektiver Druck zu Anpassungen geführt.
Aktionen auch im Norden des Landes
Auch im Norden des Landes sind Proteste angekündigt. In Antwerpen ist eine Demonstration geplant, während in Genk, Hasselt und Beringen visuelle Aktionen rund um das Thema Kaufkraft stattfinden sollen.
Zahlreiche Betriebe und öffentliche Einrichtungen dürften am Dienstag nur eingeschränkt arbeiten. Mehrere Recyclinghöfe bleiben beispielsweise geschlossen.
Eine dritte regionale Aktion ist für Donnerstag in Wallonisch- und Flämisch-Brabant sowie in Brüssel vorgesehen. Den Höhepunkt der Mobilisierung bildet eine landesweite Großdemonstration am 12. März – kurz vor der Haushaltskontrolle, die nach Ansicht der FGTB erneut zulasten der Kaufkraft der Arbeitnehmer gehen könnte. (belga/calü)

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