Mit einem Riesenspektakel in buntesten Farben haben in Mailand die 25. Olympischen Winterspiele begonnen. Vor 67.000 Zuschauern liefen Athletinnen und Athleten aus 92 Teilnehmernationen ins legendäre Fußballstadion San Siro ein. Parallel dazu wurde an gleich drei weiteren Orten gefeiert - im 400 Kilometer entfernten Cortina d'Ampezzo, der zweiten Gastgeberstadt, in Predazzo und in Livigno.

Außer der Erinnerung an Opern-Legenden wie Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini bot Italien zum Auftakt vieles andere auf, für das es weltweit bekannt ist: vom Kinderbuch-Helden Pinocchio bis zu seinen Paparazzi. Vom verstorbenen Modemacher Giorgio Armani stammten einige Kostüme. Auch Italiens Küche wurde gewürdigt. Zur Begeisterung des Stadionpublikums sang die US-Popdiva Mariah Carey einen der Klassiker des nationalen Liedguts: „Nel blu, dipinto di blu“, besser bekannt als „Volare“.

Die Eröffnungsfeier unter dem Motto „Armonia“ (Harmonie) sollte den dezentralen Charakter der Spiele widerspiegeln. Zum ersten Mal in der Olympia-Geschichte gibt es zwei Gastgeberstädte. Die Wettbewerbe gehen sogar in sieben verschiedenen Orten im Norden Italiens über die Bühne. Weiter waren die Entfernungen bei Winterspielen noch nie. Die mehrstündigen Fahrtwege stellen alle auf die Probe, auch die Athleten.
Erstmals brennen zwei olympische Feuer - eines am Arco della Pace (Friedensbogen) in der Innenstadt von Mailand und eines auf der Piazza Dibona in Cortina. In dem Nobel-Skiort gab es vor 70 Jahren schon einmal Olympia - der Auftakt für den Aufstieg des Bergdorfs zur „Königin der Dolomiten“. Der erste Teil der Show fand schon vor der Athletenparade statt, mit internationalen Musikstars aus Klassik und Pop. Neben Mariah Carey standen Andrea Bocelli, Laura Pausini, Cecilia Bartoli und der Pianist Lang Lang auf der Besetzungsliste.

Mit „Milanocortina“ steigen 20 Jahre nach Turin 2006 die Winterspiele wieder in den Alpen. Bis zum 22. Februar konkurrieren 2.900 Athletinnen und Athleten bei 116 Medaillen-Entscheidungen um Gold, Silber und Bronze. Belgien ist mit insgesamt 30 Athletinnen und Athleten vertreten – unter ihnen auch die Ostbelgier Thierry Langer (Elsenborn), Marek Mackels (Elsenborn) und Marisa Emonts (Kelmis). (mn/dpa/belga)

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