[Video] Weltrekord für Pairi Daiza: „Edenya“ setzt neue Maßstäbe

<p>Ein Blick von außen auf die monumentale Glasfassade von „Edenya“ im Tierpark Pairi Daiza</p>
Ein Blick von außen auf die monumentale Glasfassade von „Edenya“ im Tierpark Pairi Daiza | Foto: Pairi Daiza

„Edenya“ versteht sich als Reise entlang des Wassers: Vorbei an einem 17 Meter hohen Wasserfall, durch Flusslandschaften, Lagunen und Meereswelten. Über schmale Stege in der Baumkronenebene und eine Hängebrücke begegnen die Besucher Seekühen, Klammeraffen, Riesenottern oder Zwergflusspferden. Unterwasser-Galerien eröffnen den Blick auf Schildkröten, Haie und Rochen.

Auch botanisch setzt die neue Welt Akzente. Zu sehen sind seltene Pflanzenarten wie die legendäre Coco de Mer, die sonst nur in wenigen Regionen Asiens vorkommt, sowie zwei direkte Nachfahren des historischen Bodhi-Baumes – jenes Baumes, unter dem Buddha der Überlieferung nach Erleuchtung fand.

Tropenklima mit Hightech

Damit Tiere und Pflanzen optimale Bedingungen vorfinden, wurde ein präzises Tropenklima geschaffen. Möglich macht das unter anderem eine spezielle Verglasung, die laut Park fünfmal besser isoliert als herkömmliche Gewächshausfenster. So bleibt die Temperatur ganzjährig stabil und angenehm.

Pairi Daiza bezeichnet „Edenya“ als „ingenieurtechnische Meisterleistung und ökologisches Manifest“. Wärmepumpen, hybride Lüftungssysteme und eine intelligente Steuerung zur saisonalen Wärmerückgewinnung sollen den Energieverbrauch minimieren. Der gesamte Strombedarf wird über Photovoltaik-Anlagen gedeckt.

Auch beim Wasser setzt man auf Nachhaltigkeit: Regenwasser wird gesammelt und in Zisternen mit einem Fassungsvermögen von 1.400 Kubikmetern gespeichert, um die Pflanzen mit weichem Wasser zu versorgen. Abwässer werden gereinigt und anschließend in die Dender zurückgeleitet; ein geschlossenes Kreislaufsystem sorgt für kontinuierliches Recycling.

215 Millionen Euro Investition

Die monumentale „Glaskathedrale“, errichtet auf früheren Parkflächen des Zoos, besteht aus 1.320 Tonnen Stahl und 25 Stahlbetonsäulen. Mehr als 100 belgische und internationale Unternehmen waren an dem Bau beteiligt. Die Investitionssumme: 215 Millionen Euro. (belga/calü)

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