Dem Betriebsrat sei die Absicht vorgestellt worden, ein umfassendes Transformationsprogramm umzusetzen, heißt es in einer Mitteilung. Ziel sei es, dem Unternehmen neuen Schwung zu verleihen und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.
Krëfel verweist auf eine seit Jahren angespannte finanzielle Lage in einem Markt mit harter Konkurrenz und geringen Gewinnmargen. Frühere Initiativen zur Umsatzsteigerung und Kostendämpfung hätten nicht ausgereicht, um wieder profitabel zu werden. Ohne tiefgreifende Anpassungen sei die Zukunft des Unternehmens gefährdet.
Inzwischen wurde die sogenannte Renault-Prozedur eingeleitet. CEO Vincent Nolf kündigte an, während des gesamten Prozesses einen konstruktiven Dialog mit den Sozialpartnern führen zu wollen. Sollte der Plan bestätigt werden, wolle man „angemessene Lösungen im Interesse aller betroffenen Mitarbeiter“ suchen.
Nolf war im vergangenen Jahr zur Kette gestoßen, um eine nachhaltige Strategie umzusetzen. Zuvor stand er unter anderem an der Spitze von Makro und Casa. Krëfel hatte in den vergangenen Jahren Verluste angehäuft, bereits Filialen geschlossen und sich aus dem Verkauf von Küchen zurückgezogen.
Das Transformationsprogramm sieht vor, Krëfel als Omnichannel-Anbieter mit einem Netzwerk von 64 Filialen neu aufzustellen. Rückendeckung erhält das Unternehmen von der Muttergesellschaft United.b, die Investitionen in die Modernisierung der Geschäfte und IT-Systeme ermöglichen will.
Für viele Beschäftigte beginnt nun eine Phase der Ungewissheit – die kommenden Wochen dürften von intensiven Gesprächen geprägt sein. (belga/calü)

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