Warnung vor Spielsand wegen möglicher Asbestgefahr

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Eine Spielfigur liegt in einem Sandkasten. | Foto: picture alliance

In Belgien verkaufter Spielsand könnte möglicherweise mit Asbest verunreinigt sein. Obwohl bislang kein bestätigter Fall vorliegt, haben die föderalen Minister für Verbraucherschutz und Wirtschaft, Rob Beenders (Vooruit) und David Clarinval (MR), am Donnerstagabend vorsorglich vor der Nutzung gewarnt. Händler werden aufgefordert, die betroffenen Produkte vorübergehend aus dem Verkauf zu nehmen.

Auslöser der Maßnahme ist eine Untersuchung niederländischer Medien, bei der in bestimmten Arten von Spielsand Asbest nachgewiesen wurde. Bereits Ende vergangenen Jahres waren auch in Australien, Neuseeland und dem Vereinigten Königreich Asbestpartikel in Spielsand entdeckt worden.

Da in Belgien bislang keine bestätigten Fälle vorliegen, ist unklar, ob tatsächlich ein Gesundheitsrisiko besteht. Aus Vorsichtsgründen empfehlen die Minister jedoch, Spielsand für Kinder vorerst nicht zu verwenden. Händler sollen den Verkauf – sowohl im Geschäft als auch online – aussetzen, bis die Lage geklärt ist.

Personen, die bereits Spielsand zu Hause haben, wird geraten, diesen in luftdicht verschlossenen Säcken aufzubewahren. Lose Sandreste sollten mit feuchten Tüchern aufgenommen und nicht mit dem Staubsauger entfernt werden. Wie groß ein mögliches Gesundheitsrisiko für Kinder ist, die mit dem Sand in Kontakt gekommen sind, ist derzeit noch unklar.

Das Wirtschaftsministerium wird Proben in Verkaufsstellen entnehmen. Die Risk Assessment Group (RAG) soll anschließend eine Bewertung des möglichen Risikos für die öffentliche Gesundheit vornehmen. (belga/gz)

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