Für Ostbelgien sei das Abkommen besonders relevant, erklärte die Regionalabgeordnete Christine Mauel (PFF/MR) laut Mitteilung. Viele Unternehmen der Region sind stark exportorientiert – vor allem in den Bereichen Maschinenbau, Metallverarbeitung, chemisch-pharmazeutische Produkte sowie Präzisions- und Nischentechnologien.
Genau diese Branchen könnten von sinkenden indischen Zöllen profitieren. „Entscheidend ist, dass das Abkommen für unsere Unternehmen konkret greifbar wird. Wir müssen genau prüfen, welche Chancen sich für unsere KMU ergeben, aber auch welche Risiken bestehen“, sagt Christine Mauel. Viele Betriebe in Ostbelgien seien innovationsstark, verfügten jedoch nicht immer über große Strukturen. „Ein Markteintritt in Indien ist kein Selbstläufer. Deshalb muss die Folgenabschätzung gemeinsam mit den Unternehmen und Branchenverbänden erfolgen“, so Christine Mauel. Positiv bewertet sie, dass der Agrarsektor weitgehend von der Liberalisierung ausgenommen bleiben soll. Gleichzeitig fordert die Abgeordnete eine aktive Rolle der Exportförderungsagentur AWEX: „Information allein reicht nicht. Unsere Unternehmen brauchen konkrete Unterstützung bei lokalen Vorschriften, Marktzugangsregeln und ersten Geschäftskontakten.“ Sobald die endgültigen Texte vorliegen, werde die Wallonie an der belgischen Position mitwirken. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Interessen Ostbelgiens von Anfang an berücksichtigt werden – mit Blick auf neue Exportchancen, aber auch mit der nötigen Vorsicht bei sensiblen Importen“, so Mauel. (red/sc)

Kommentare
Wieder hochtrabendes Politikergeschwaetz. Als ob Zölle das Problem wären. Das Problem sind die Einkaufsbedingungen der größtenteils staatlichen Firmen. Keine Anzahlung, erste Zahlung bei FOB, Bankbuergschaften oft nicht durch "first class banks" gedeckt. Einmal daneben gegriffen, ist das Ende nah liebe Frau Mauel.
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