Reservist zu sein bedeutet hierzulande, seinem zivilen Beruf weiter nachzugehen und sich nur für einige Wochen pro Jahr – nach intensiver militärischer Ausbildung – in den Dienst der Verteidigung zu stellen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: vom Infanteriedienst (bei entsprechender körperlicher Fitness) über Aufgaben in der Küche oder als Matrose bis hin zu spezialisierten Funktionen wie Physiotherapeut, Cybersecurity-Experte, Arzt oder Krankenpfleger.
Bislang scheiterten jedoch viele Interessierte an den Altersvorgaben der Armee. Wer als Reservist zur Infanterie oder zur Marine wollte, durfte nicht älter als 34 Jahre sein. Für den Offiziersrang lag die Grenze bei 50 Jahren. Diese Regeln sollen nun fallen.
„Diese strikten Normen kosten uns enorm viel Potenzial. Deshalb werden wir sie abschaffen“, erklärt Peter Buysrogge, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses in der Kammer. Künftig soll es nur noch eine Altersgrenze geben: jene des Renteneintritts.
Mit dieser Reform erhofft sich die Regierung ein deutlich größeres Reservoir an Freiwilligen – auch aus Berufsgruppen, die über wertvolle Erfahrung verfügen, aber bisher wegen ihres Alters nicht infrage kamen. Gerade in Bereichen wie Medizin, Logistik oder Cybersicherheit sieht die Armee großes Potenzial, das bislang ungenutzt blieb. (belga/calü)

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