Doch der kräftige Rückgang taugt laut Febiac nur bedingt als Stimmungsbarometer für den Markt. Der Grund liegt im Kalender: Seit dem 1. Januar gilt eine neue europäische Abgasnorm. Viele Zulassungen wurden daher noch ins Dezembergeschäft vorgezogen, um strengere Vorgaben zu umgehen. Der Januar leidet somit unter einem statistischen Nachholeffekt.
Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Der Autosalon, der im Januar in Brüssel stattfand, dürfte sich erst mit Verzögerung in den Zulassungszahlen niederschlagen.
Benziner vorne – Elektroautos holen deutlich auf
Bei den Antriebsarten bleiben Benziner zwar Spitzenreiter, ihr Vorsprung schmilzt jedoch. Fast 43 Prozent Marktanteil entfallen weiterhin auf klassische Benzinfahrzeuge. Reine Elektroautos legten dagegen zu und erreichten im Januar einen Anteil von knapp 37 Prozent – ein deutlicher Zuwachs.
Beliebteste Marke war im Januar Volkswagen mit einem Marktanteil von 9,61 Prozent. Dahinter folgen BMW und Mercedes-Benz.
Nutzfahrzeuge stark rückläufig, Motorräder im Plus
Deutlich schlechter sieht es bei den Nutzfahrzeugen aus. Der Markt für „leichte“ Lieferwagen schrumpfte um mehr als 11 Prozent. Noch drastischer fiel der Rückgang bei „schweren“ Nutzfahrzeugen aus: Vehikel unter 16 Tonnen verloren fast 51 Prozent, Lkw über 16 Tonnen mehr als 19 Prozent.
Einzige klare Gewinner im Januar waren Motorräder. Hier stiegen die Neuzulassungen um mehr als 38 Prozent – allerdings im Vergleich zu einem besonders schwachen Januar des Vorjahres. (belga/calü)

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