Bereits am Sonntag war ein erster Verdächtiger im Alter von 16 Jahren auf Anordnung des Jugendrichters in Dendermonde in die geschlossene Jugendeinrichtung De Grubbe in Everberg eingewiesen worden. Ebenfalls am Sonntagabend hatte sich ein zweiter Verdächtiger, 14 Jahre alt, bei der Polizei gestellt.
Die Tat ereignete sich am Freitag gegen 18.45 Uhr am Quai de Biestebroeck in Anderlecht. Ein 15-jähriger Jugendlicher aus der Brüsseler Gemeinde wurde dort mit Benzin übergossen und angezündet. Um die Flammen zu löschen, sprang das Opfer ins Wasser. Dennoch erlitt der Junge schwere Verbrennungen.
Er wurde in das Militärkrankenhaus Königin Astrid in Neder-Over-Heembeek gebracht, wo er sich in kritischem Zustand befand. Die genauen Umstände der Tat sind derzeit noch unklar.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaften von Halle-Vilvoorde und Ostflandern könnten mehrere Minderjährige an der Tat beteiligt gewesen sein. Zwei von ihnen sind im Gerichtsbezirk Halle-Vilvoorde gemeldet, einer im Bezirk Dendermonde.
Der 16-Jährige aus Dendermonde war am Sonntagnachmittag dem Jugendrichter vorgeführt worden. Dieser ordnete eine Unterbringung von 30 Tagen in der geschlossenen Einrichtung in Everberg an.
Einer der beiden Minderjährigen aus Halle-Vilvoorde meldete sich am Sonntagabend gegen 20 Uhr in Begleitung seines Anwalts bei der Polizei. Der 14-Jährige wurde festgehalten und vernommen und sollte noch am selben Tag dem Jugendrichter vorgeführt werden.
Die Ermittlungen dauern an, um die genauen Hintergründe und ein mögliches Motiv der Tat zu klären. Die weiteren Untersuchungen werden von der Staatsanwaltschaft Brüssel geführt. (belga/calü)

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