Eupener Krise verschärft sich: „Pandas“ verlieren bei Jong Genk

<p>Die AS Eupen kassierte gegen die U23 des KRC Genk eine Niederlage.</p>
Die AS Eupen kassierte gegen die U23 des KRC Genk eine Niederlage. | Foto: belga

Die möglichen Auswirkungen der Niederlage zeichnen sich erst am Samstag und Sonntag ab. Im aus Eupener Sicht schlimmsten Fall wächst der Rückstand auf die Top 6 auf bis zu acht Punkte an. Und nächste Woche wartet ein echter Härtetest auf die AS Eupen: Im eigenen Stadion treffen die Ostbelgier auf den Tabellenzweiten KV Kortrijk – am Samstag (ab 16 Uhr) kommt es dabei auch zum Wiedersehen mit Ex-AS-Kapitän Boris Lambert.

In Geel, wo die U23 des KRC Genk ihre Heimspiele austrägt, gab es in der Startelf der AS Eupen zwei Wechsel: Für Yentl Van Genechten und Nathan Bitumazala kehrten Igor Plastun und Logan Delaurier-Chaubet zurück in die Anfangsformation der unter Druck stehenden „Pandas“. Neuzugang Kikas stürmte erneut von Beginn an, während der Katarer Tarek Mashaal erstmals auf der Bank saß.

Bei einem gefühlten Geisterspiel – mehrere Fangruppierungen der AS Eupen hatten am Freitag den Support eingestellt – war Jong Genk zunächst die spielbestimmende Mannschaft. Myeongjun sorgte in der 21. Minute für die erste gute Gelegenheit der zuvor in vier aufeinanderfolgenden Spielen unterlegenen Genker.

Eupen fand offensiv nicht statt und tat sich schwer – die Verunsicherung war den „Pandas“ deutlich anzumerken. Fast symptomatisch dafür flog nach einer halben Stunde eine Direktabnahme von Möhwald über das Tribünendach. Erstmals gefährlich wurden die Gäste in der 35. Minute: Nuhu setzte den Ball nach Vorarbeit von Gavory knapp neben den rechten Pfosten.

Foto: belga

Kurz darauf parierte Hiller die nächste Gelegenheit der Gastgeber stark, indem er einen Distanzschuss mit den Fingerspitzen am Tor vorbeilenkte (37.). 0:0 zur Pause – vor allem bei der AS Eupen war nach den ersten 45 Minuten noch viel Luft nach oben.

Das galt dabei auch für die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel: Genk machte Tempo und kam zu ersten Abschlüssen. In der 53. Minute wurde auch Eupen gefährlich: Bokadi köpfte einen Freistoß knapp neben das Tor. Nur Sekunden später schlug der Ball nach einem Schuss von Nuhu zum 0:1 im Tor ein – aufgrund eines angeblichen Foulspiels wurde die Aktion jedoch abgepfiffen, der Treffer zählte nicht. An der Seitenlinie protestierten die Gäste um Trainer Pinheiro heftig.

Eupen fand dennoch langsam besser in die Partie: Gavory prüfte Brughmans im Genker Tor nach einem guten Angriff der AS, kurz darauf kam Plastun zum Abschluss. Nuhu sorgte in der 70. Minute für den nächsten Torschuss der Eupener – die kurz darauf geschockt wurden. Eine Viertelstunde vor Schluss brachte Palacios die Gastgeber nach einer Ecke per Kopfball in Führung. Unter anderem von Barès war bei der Aktion zu wenig Gegenwehr gekommen. Eupen drohte nun der nächste XXL-Rückschlag im Rennen um einen Platz in den Play-offs.

Knapp zehn Minuten vor dem Ende wechselte Eupen vierfach: Barés, Keita, Paeshuyse und Möhwald wurden durch Van Genechten, Müller, Busquets und Atteri ersetzt. Die AS musste nun das Risiko erhöhen, um die Niederlage zu vermeiden – Genk nutzte das aus. In der 83. Minute erhöhte Coenen auf 2:0. Ins Spiel zurück fanden die Gäste nicht mehr, der Anschlusstreffer blieb aus. Stattdessen rutschen die „Pandas“ tiefer in die Krise. Vom Aufstiegsrennen könnte schon am Sonntagabend (vorerst) keine Rede mehr sein.

Namen & Fakten zum Spiel

AS Eupen: Hiller - Plastun, Paeshuyse (78. Van Genechten), Bokadi, Gavory - Keita (78. Müller), Möhwald (78. Atteri), Barès (78. Busquets), Delaurier-Chaubet (62. Bitumazala) - Kikas, Nuhu

Tore: 1:0 Palacios (75.), 2:0 Coenen (83.)

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