Gefahr aus dem All gebannt? – Belspo gibt Entwarnung für Belgien

<p>Dieses Simulationsmodell zeigt die aktuelle und zukünftige Entwicklung von Weltraummüll um die Erde. Es wurde im Auftrag der ESA an der Technischen Universität Braunschweig entwickelt.</p>
Dieses Simulationsmodell zeigt die aktuelle und zukünftige Entwicklung von Weltraummüll um die Erde. Es wurde im Auftrag der ESA an der Technischen Universität Braunschweig entwickelt. | Foto: picture alliance/dpa

Noch wenige Stunden zuvor hatte Belspo darauf hingewiesen, dass es am Freitagvormittag zu einem Überflug von Weltraumschrott über Belgien kommen könnte. Zwar gelangen regelmäßig kleinere Trümmerteile aus dem All in die Erdatmosphäre, doch in diesem Fall ging es um ein außergewöhnlich großes Objekt: ein rund elf Tonnen schweres Raketenteil mit einer geschätzten Länge von zwölf bis 13 Metern. Es handelt sich um ein Bauteil einer chinesischen Rakete, die Anfang Dezember ins All gestartet war und unkontrolliert wieder in die Atmosphäre eintritt.

Nach den neuesten Bahn- und Ortungsdaten gehört Belgien nun sehr wahrscheinlich nicht mehr zur Gefahrenzone. Das prognostizierte Überfluggebiet verläuft inzwischen weiter nördlich und östlich. In diesen Regionen Europas gilt die Warnung weiterhin.

Wo genau das Raketenteil letztlich auf die Erde stürzen wird, lässt sich nicht vorhersagen. „Wir kennen zwar die Umlaufbahn, auf der sich das Objekt bewegt, aber nicht den genauen Zeitpunkt und Ort des Wiedereintritts“, erklärt Hendrik Verbeelen von Belspo.

Unklar bleibt zudem, ob das Bauteil beim Eintritt in die Atmosphäre zerfallen wird – und wenn ja, in welchem Ausmaß. „Wir wissen nicht, wie das Teil konstruiert ist und ob es dafür ausgelegt ist, zu verglühen“, so Verbeelen. In Europa würden Raumfahrzeuge nach besonders strengen Normen gebaut, um beim Wiedereintritt möglichst vollständig zu zerfallen. „Diese Standards gelten jedoch nicht überall.“ (belga/calü)

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