Viertes Spiel in Folge ohne Sieg: AS Eupen gibt Führung gegen Lokeren aus der Hand

<p>Per Knie-Abpraller brachte Yentl Van Genechten (rechts) die AS in Front.</p>
Per Knie-Abpraller brachte Yentl Van Genechten (rechts) die AS in Front. | Foto: belga

Auf die Niederlagen gegen Beveren (1:2) und Lommel (2:3) folgt nun mitten in der Englischen Woche ein Remis gegen Lokeren – zu wenig für die Ambitionen der AS, die in der Tabelle zwar vorerst auf Rang sieben springt, allerdings zwei weitere Punkte auf den RFC Lüttich verliert. Der Rückstand auf den Play-off-Platz sechs beträgt nun fünf Zähler. Und am Mittwochabend kann Jong Gent gegen Beveren wieder vorbeiziehen. Am Freitag (20 Uhr) sind die „Pandas“ bei der U23 des KRC Genk zu Gast.

72 Stunden nach der 2:3-Niederlage in Lommel baute AS-Cheftrainer Bruno Pinheiro seine Startelf auf vier Positionen um: Während Hiller wieder im Tor stand, spielten auch Bokadi, Bitumazala und Neuzugang Kikas von Anfang an. Dabei stand bei 5 Grad und starkem Nieselregen erst einmal der Karneval im Vordergrund: Eupens Kinderprinz Levi I gab mit seinen Paginnen Jill und Roxane den Anstoß.

<p>Isaac Nuhu (rechts) in Aktion</p>
Isaac Nuhu (rechts) in Aktion | Foto: belga

Nicht die letzte jecke Aktion an diesem Dienstagabend, denn Eupens frühes 1:0 hätte kurioser kaum fallen können. Kikas Kopfball nach Nuhu-Ecke klärte Lokerens Defensive eigentlich – der Befreiungsschlag prallte jedoch ans Knie von Van Genechten und flog von dort aus ins Netz (8.). Ein Traumstart für die „Pandas“, ein Nackenschlag für die Gäste, die sich defensiv erst einmal sammeln mussten. Unter Druck passte Torhüter Troost den Ball genau zu Nuhu, bügelte seinen Fehler beim Schuss des Eupener Offensivmanns aber wieder aus (16.).

<p>Yentl Van Genechten sorgte für den Eupener Traumstart.</p>
Yentl Van Genechten sorgte für den Eupener Traumstart. | Foto: belga

Mit der Führung im Rücken ließ die AS Lokeren häufig kommen und stand hinten sicher – abgesehen von einer Flanke, die Gavory entschärfte (29.). Offensiv fehlte aber die zündende Idee, was wiederum Pasquale Sensibile auf die Palme brachte: Der Sportdirektor schüttelte immer wieder den Kopf ob des fehlenden Spektakels, mit dem seine „Pandas“ das 1:0 in die Halbzeitpause brachten.

Lokeren kam mit zwei Freistößen aus der Kabine, die trotz guter Position nicht viel einbrachten. Dann kam auf einmal Tempo auf, als Van Genechten und Bitumazala für Eupen am 2:0 scheiterten, und Paeshuyse den Gegenangriff weggrätschte (54.). Nur Sekunden später vergab Möhwald nach einem kleinen Bitumazala-Solo freistehend eine riesen Chance.

Foto: belga

Hinten jedoch agiere die AS mittlerweile fahriger als im ersten Durchgang – und erhielt dafür die Quittung. Van Genechten und Hiller löschten ein Feuer im Strafraum zur Ecke, die über Umwege bei Soumare landete. Und der drosch den Ball mithilfe des Innenpfostens zum 1:1 in die Maschen (72.).

Kurz zuvor hatte AS-Coach Pinheiro Delaurier-Chaubet für den in der zweiten Hälfte wirkungslosen Nuhu gebrach. Der Franzose entwickelte sich zum Aktivposten auf Rechtsaußen und kreierte einige Chancen. Der besten stand das Abwehrbein von Dianganga im Weg (74.). Auf der anderen Seite rettete Hiller nach einer tollen Flanke von Palacios gegen Brrou (85.). Die letzte Möglichkeiten auf den Lucky Punch vergaben Brrou und Palacios in der Nachspielzeit – Hiller hielt den Punkt fest. (tf)

Namen & Fakten

AS Eupen: Hiller - Van Genechten, Bokadi, Paeshuyse, Gavory - Möhwald, Keita, Barès (77. Busquets), Bitumazala - Nuhu (67. Delaurier-Chaubet), Kikas (86. Atteri)

Gelbe Karten: Barès, Möhwald

Tore: 1:0 Van Genechten (8.), 1:1 Soumare (72.)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment