„Ich glaube, dass ein Prüfungsrhythmus am Ende des Kalenderjahres und am Ende des Schuljahres – insbesondere in den oberen Klassen der Sekundarstufe – die Schülerinnen und Schüler besser auf die Anforderungen des Hochschulunterrichts vorbereiten kann“, erklärte die Ministerin am Montag. An den Hochschulen des Landes ist das akademische Jahr in der Regel in zwei große Prüfungsperioden gegliedert, im Januar und im Juni.
Derzeit liegt in der Französischen Gemeinschaft die Entscheidung über Prüfungsphasen im Dezember oder Juni bei den einzelnen Schulen. Sie können im Rahmen ihrer pädagogischen Freiheit selbst festlegen, ob sie klassische Prüfungssessions organisieren oder stattdessen auf kontinuierliche Leistungsbewertungen während des Schuljahres setzen.

Seit der Corona-Pandemie und auch seit der Einführung des neuen Schulkalenders haben mehrere Schulen auf Prüfungen im Dezember verzichtet, manche sogar auf größere Abschlussprüfungen im Juni. Stattdessen werden Leistungen häufiger fortlaufend bewertet.
Aus Sicht der Ministerin könnte eine Rückkehr zu verbindlichen Prüfungszeiträumen jedoch sinnvoll sein. „Der Pflichtschulunterricht hat auch die Aufgabe, auf das Hochschulstudium vorzubereiten“, betonte Glatigny in einer Ausschusssitzung als Antwort auf eine Frage des MR-Abgeordneten Guillaume Soupart.
Parallel dazu hat die Ministerin den zuständigen Dienst beauftragt, die Praxis der sogenannten summativen Bewertungen – also der abschließenden Leistungsüberprüfungen am Ende einer Lerneinheit – seit der Reform des Schulkalenders zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser Analyse sollen als Grundlage für mögliche weitere Entscheidungen dienen. (belga/calü)

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