Zu der Versammlung hatten verschiedene Kollektive und Vereinigungen iranischer Regimegegner aufgerufen. In zahlreichen Sprechchören forderten die Demonstranten einen politischen Systemwechsel im Iran. Immer wieder wurden Rufe zugunsten von Reza Pahlavi, dem Sohn des letzten Schahs des Iran, laut. Sein Porträt war auf vielen Transparenten zu sehen.
Unter den Teilnehmern waren zahlreiche Fahnen zu erkennen. Besonders häufig wurde die historische iranische Flagge gezeigt, die sich vom heutigen Staatswappen unterscheidet. Daneben waren auch US-amerikanische Fahnen sowie vereinzelt israelische Flaggen präsent.
Mehrfach wurde Donald Trump von der Menge bejubelt. Als ein Redner erklärte, Trump habe klar signalisiert, dass er das iranische Volk unterstütze, antworteten die Demonstranten mit Sprechchören wie „USA, USA, USA“.
Neben den Forderungen nach einem Regimewechsel richteten sich Appelle auch an die Europäische Union. Die Demonstranten verlangten eine härtere Haltung gegenüber der Führung in Teheran. Zudem wandten sie sich an die belgische Regierung sowie an den König der Belgier mit der Aufforderung, das iranische Volk und die Opposition stärker zu unterstützen.
Die Kundgebung verlief entschlossen, aber friedlich und stand unter Polizeiaufsicht. Zwischenfälle wurden nicht gemeldet. Mit der Wahl des Veranstaltungsorts im Herzen des europäischen Viertels wollten die Organisatoren ihrer Aktion internationale Sichtbarkeit verleihen und den politischen Druck auf europäischer und belgischer Ebene erhöhen. (belga/rt)

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