Die Ermittlungen, die vom Kontrollbereich „Wohlbefinden“ sowie vom Sozialgesetz-Kontrollorgan geführt werden, gehen auf eine Beschwerde aus dem vergangenen Sommer zurück. Mehrere Quellen sprechen von gravierenden Hygienemängeln, einer gefährlichen Exposition gegenüber Konservierungsstoffen wie Formaldehyd sowie von einem angespannten Arbeitsklima mit hoher Personalfluktuation und Führungsproblemen.
Die Universität bestätigt eine Inspektion durch das Arbeitsministerium. Zwar wurde keine Schließung des Labors angeordnet, jedoch mehrere „Verbesserungspunkte“ festgehalten, an denen man arbeite. Zudem kritisieren Zeugenaussagen laut Sudinfo Mängel im Umgang mit Körperspenden, bis hin zu Identifikationsfehlern bei der Rückgabe an Angehörige. In einer Stellungnahme betont die UNamur, alle Körperspenden würden ethisch und nach höchsten Biosicherheitsstandards behandelt. Man investiere in digitale Rückverfolgbarkeit, Ausstattung und Personal sowie in psychologische Unterstützung für Mitarbeiter und Studenten. (belga/gz)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren