Belgien zählt so viele Immobilienmakler wie nie zuvor

<p>Belgien zählt so viele Immobilienmakler wie nie zuvor</p>
Illustrationsbild: picture alliance/dpa/dpa-tmn

Den größten Anteil stellen weiterhin die klassischen Immobilienmakler, die als Vermittler beim Verkauf und bei der Vermietung von Immobilien tätig sind. Ende 2025 waren es 8.550, was 78 Prozent aller eingetragenen Fachkräfte entspricht und einem Zuwachs von drei Prozent gegenüber 2024 gleichkommt.

Deutlich angespannter bleibt hingegen die Situation bei den Syndici, die für die Verwaltung der Gemeinschaftsteile in Miteigentümergemeinschaften zuständig sind. Ende vergangenen Jahres übten lediglich 672 Personen diese Tätigkeit ausschließlich aus. Zwar bedeutet dies einen Anstieg von zehn Prozent im Vergleich zu 2024, in Flandern sogar von 15 Prozent, doch spricht das IPI weiterhin von einem erheblichen Mangel. Zu dem Zuwachs habe unter anderem eine gezielte Werbekampagne des Instituts beigetragen.

Zur Gesamtzahl von 11.004 kommen zudem 1.782 Immobilienfachleute hinzu, die sowohl als Makler als auch als Syndikus tätig sind. Sie machen rund 16 Prozent aller Eingetragenen aus. Diese Doppelqualifikation wird jedoch seltener: Zwischen 2023 und 2025 ging ihre Zahl um fast 500 zurück. Nach Angaben des IPI spiegelt dies einen seit Jahren beobachteten Trend zur stärkeren Spezialisierung wider.

Die meisten Immobilienmakler sind in Brüssel tätig (1.835), gefolgt von der Provinz Antwerpen (1.542) und Westflandern (1.511). In der Wallonie verzeichnen der Hennegau (821) und der Wallonisch-Brabant (785) die höchsten Zahlen.

Das IPI wurde 1993 gegründet und ist für die Zulassung zum Beruf sowie für die disziplinarische Kontrolle aller Immobilienmakler zuständig. Zudem gehört es zu seinen Aufgaben, gegen sogenannte falsche Makler vorzugehen. (belga/rt)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment