Weniger Krankenstand in der Pflege: Kluft zu anderen Branchen schrumpft

<p>Die Unterschiede beim Krankenstand zwischen Pflege und anderen Sektoren sind so gering wie seit Jahren nicht mehr.</p>
Die Unterschiede beim Krankenstand zwischen Pflege und anderen Sektoren sind so gering wie seit Jahren nicht mehr. | Illustrationsbild: picture alliance/dpa

2022 gingen im Pflegebereich noch 3,3 Prozent der Arbeitszeit krankheitsbedingt verloren. 2025 waren es durchschnittlich 2,78 Prozent der verfügbaren Arbeitsstunden – der niedrigste Wert der vergangenen vier Jahre. Auch in den übrigen Branchen ist der Krankenstand im gleichen Zeitraum gesunken, von 2,81 auf 2,59 Prozent.

Damit ist auch die Kluft zwischen dem Gesundheitssektor und den anderen Branchen deutlich kleiner geworden. Während sie 2022 noch 17,5 Prozent betrug, liegt sie inzwischen bei 7,5 Prozent – dem niedrigsten Stand der vergangenen Jahre.

Ein ähnlicher Trend zeigt sich bei kurzfristigen Krankheitsausfällen. Der Unterschied zwischen Pflege und anderen Sektoren sank hier von 48,7 Prozent im Jahr 2022 auf 27,1 Prozent im Jahr 2025. Grund dafür ist, dass über alle Branchen hinweg mehr Beschäftigte zumindest einmal krankheitsbedingt fehlten, während diese Zahl im Pflegebereich zurückging.

Nach Angaben von Acerta ist der Gesundheitssektor traditionell stärker von kurzfristigen Ausfällen betroffen, unter anderem wegen des höheren Ansteckungsrisikos, der körperlichen Belastung und der begrenzten Möglichkeiten für Homeoffice. Dass sich der Abstand verkleinert hat, führt das Unternehmen auch auf strengere Vorsorgemaßnahmen zurück.

Zudem tragen technologische Entwicklungen zur Entlastung bei. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermögliche eine bessere Personalplanung und reduziere Stress und emotionale Belastung, heißt es bei Acerta. Arbeitgeber, die diese Technologien gezielt einsetzen, könnten so auch das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter verbessern. (belga/rt)

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