Open VLD wird zu „Anders“

<p>Ab jetzt ist alles „Anders“: Open-VLD-Präsident Frédéric De Gucht beim traditionellen Neujahrsempfang am Montagabend in Brüssel.</p>
Ab jetzt ist alles „Anders“: Open-VLD-Präsident Frédéric De Gucht beim traditionellen Neujahrsempfang am Montagabend in Brüssel. | Foto: belga

Die flämischen Liberalen hatten sich am Montagabend traditionell am „Blue Monday“, dem dritten Montag im Januar, im Brüsseler Saal La Madeleine zu ihrem Neujahrsempfang versammelt. Vor rund 1.300 Anwesenden kündigte De Gucht dabei überraschend den neuen Namen der Partei an. Bislang war vorgesehen, die neue Bezeichnung erst im Frühjahr vorzustellen, nun erfolgt der Schritt früher als geplant.

Nach den Worten De Guchts markiert der Neujahrsempfang einen Neuanfang für die Partei. Es sei Zeit, die Seite umzuschlagen. „Wir machen Politik, um Dinge zu verändern. Schluss mit kleinen Träumen. Es muss mehr sein“, sagte der Parteichef. „Das ist mehr als ein neuer Name: Wir werden Politik anders machen. Wir starten ohne Angst auf einem weißen Blatt. Es gibt keine Tabus, keine Dogmen.“ Ziel der Partei müsse es sein, an das Potenzial der Menschen zu glauben, sich für einen Staat einzusetzen, der sich nicht zu stark in das Leben der Bürger einmischt, und daran zu glauben, dass Unternehmertum die Welt besser macht. Das fasst die Partei in drei Säulen oder drei „O“ zusammen: „Entfalten, entschlacken und unternehmen“, lautet das Motto. Auf Niederländisch steht das „O“ für Ontplooien, ontvetten und ondernemen. De Gucht stellte zugleich erste inhaltliche Vorschläge vor, darunter ein alternatives Steuersystem („ABS“) als „Bremse gegen den steuerlichen Wildwuchs“. Die Partei will sich von der Steuererklärung mit 874 Codes verabschieden und das bisherige System völlig neu denken. Das neue Steuergesetzbuch, an dem die Partei arbeitet, soll nur noch 33 Codes umfassen. Erste Berechnungen gingen von einem einheitlichen Steuersatz von 21 Prozent aus, sagte De Gucht. (belga/sc)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment