Australian Open: Mertens zieht in zweite Runde ein – Favoritinnen ohne Blöße

<p>Elise Mertens gelingt der Melbourne-Auftakt.</p>
Elise Mertens gelingt der Melbourne-Auftakt. | Foto: belga

Mit einem vor allem im zweiten Satz deutlichen 7:5, 6:1 gegen Lanlana Tararudee gelang Elise Mertens (WTA 21) der Auftakt ins erste Grand-Slam-Turnier des Jahres. Dabei zeigte sie sich vor allem beim Aufschlag der Thailänderin (WTA 131) eiskalt und verwandelte fünf von sechs Breakbällen. Debütantin Tararudee hatte in der Qualifikationsphase Sofia Costoulas ausgeschaltet und so mit dafür gesorgt, dass Elise Mertens die einzige Belgierin im Hauptfeld von Melbourne ist.

In Runde zwei trifft die 30-Jährige nun am Mittwoch auf die Japanerin Moyuka Uchijima (WTA 88), die sie bei ihrem bisher einzigen Aufeinandertreffen 2022 in Monastir (Tunesien) geschlagen hatte. Vor einem Jahr war für Mertens bereits in der zweiten Runde Endstation, ihr bestes Einzel-Ergebnis bei den Australian Open und bei einem Grand Slam insgesamt bleibt das Halbfinale 2018.

Kniffliger Auftakt: Swiatek beißt sich durch

Iga Swiatek musste richtig beißen – immer wieder lag die Mitfavoritin aus Polen im ersten Satz hinten. Doch die sechsmalige Grand-Slam-Siegerin kämpfte sich durch eine höchst knifflige Erstrundenaufgabe und ist bei den Australian Open weiter im Rennen. Die 24 Jahre alte Weltranglistenzweite setzte sich nach zwei Stunden Spielzeit mit 7:6 (7:5), 6:3 gegen ihre freche chinesische Herausforderin Yue Yuan durch, die auch im zweiten Satz unverdrossen kämpfte.

Swiatek, die nun auf Marie Bouzkova trifft, zählt hinter der zweimaligen Turniersiegerin Aryna Sabalenka zum Kreis der Titelanwärterinnen. Sie will in Melbourne ihren Karriere-Slam vollenden. Im vergangenen Jahr gewann die athletische Spielerin in Wimbledon. Von den French Open hat Swiatek vier Titel vorzuweisen, auch bei den US Open war sie 2022 schon erfolgreich.

Gauff locker in der zweiten Runde

Roland-Garros-Siegerin Coco Gauff ist ebenfalls ordentlich gestartet. Die US-Amerikanerin hatte in ihrer Erstrundenpartie gegen Kamilla Rachimowa aus Usbekistan anfangs Probleme mit ihrem Aufschlag, siegte aber letztlich recht locker mit 6:2, 6:3.

<p>Auch Coco Gauff ist weiter.</p>
Auch Coco Gauff ist weiter. | Foto: belga

Gauff, die 2025 in Paris und 2023 bei den US Open triumphieren konnte, jagt in Melbourne ihren dritten Grand-Slam-Titel. „Ich möchte dieses Turnier gewinnen. Ich bin nur zufrieden, wenn ich gewinne, aber ich bin unabhängig davon, wie ich abschneide, stolz auf mich“, sagte Gauff nach ihrer Auftaktpartie. Sie trifft in der zweiten Runde nun auf Olga Danilovic aus Serbien, die am Sonntag Venus Williams – die nun älteste Teilnehmerin der Geschichte – in deren Rekordmatch besiegt hatte.

Noch nicht am Ende: Wawrinka in Melbourne weiter

Die Zeit von Stan Wawrinka bei den Australian Open ist noch nicht vorbei. Der 40 Jahre alte Schweizer, der am Ende der Saison seine Tennis-Karriere beenden wird, setzte sich in seinem Erstrundenspiel in Melbourne gegen den Serben Laslo Djere mit 5:7, 6:3, 6:4, 7:6 (7:4) durch und steht bei seinem Lieblings-Grand-Slam damit in der zweiten Runde. „Ich bin wegen euch noch einmal wiedergekommen“, sagte Wawrinka, der 2014 bei den Australian Open seinen Ersten von insgesamt drei Grand-Slam-Titeln holte, an die ihm zujubelnden Fans gerichtet.

Wawrinka triumphierte in einer Zeit, in der die Superstars Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und auch Andy Murray die Siege bei den vier Grand-Slam-Turnieren eigentlich unter sich ausmachten. Auch deshalb ist er vor allem in Australien extrem populär. Im Alter von 40 Jahren und 296 Tagen ist Wawrinka der zweitälteste Spieler in der Geschichte des Profitennis, der in Melbourne ein Spiel gewonnen hat. Älter war 2020 nur der Kroate Ivo Karlovic (40 Jahre und 326 Tage). (belga/sid/dpa/tf)

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