Trump verhängt Importzölle gegen europäische Länder mit Truppen in Grönland – Belgien nicht betroffen

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Menschen versammeln sich zu einer Pro-Grönland-Demonstration. | Foto: Emil Helms/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa

Das teilte er über die Plattform Truth Social mit. Die Zölle sollen so lange in Kraft bleiben, bis es eine Vereinbarung über den „vollständigen und totalen Kauf Grönlands“ gibt. Belgien, das einen Offizier entsendet, ist nicht betroffen.

Konkret handelt es sich um Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Finnland. Zum 1. Juni soll der Zollsatz auf 25 Prozent angehoben werden. Trump bekräftigte, die Vereinigten Staaten benötigten Grönland aus Sicherheitsgründen. Ohne die Insel könne Trumps „Golden Dome“, ein Raketenabwehrschild zum Schutz der USA, sein volles Potenzial nicht entfalten, heißt es.

Derweil haben tausende Menschen am Mittag in Kopenhagen und weiteren dänischen Städten gegen die Grönlandpläne von US-Präsident Donald Trump demonstriert. „Die Botschaft aus Kopenhagen ist laut und deutlich. Grönland ist keine Handelsware“, sagte Oberbürgermeisterin Sisse Marie Welling dänischen Medien zufolge. Auf dem Rathausplatz waren etlichen Grönland- und Dänemarkfahnen zu sehen. Die riesige Arktisinsel, die Trump für die Sicherheit der USA übernehmen will, ist Teil des Königreichs Dänemarks. „Grönland steht nicht zum Verkauf“, war auf einem Schild der Demonstranten zu lesen. In Aarhus sagte Bürgermeister Anders Winnerskjold dem Sender DR, Grönland sei „nicht allein“. Auch auf der Arktisinsel selbst sind heute Demonstrationen gegen die US-Politik geplant. „Wir fordern die Achtung des Selbstbestimmungsrechts Grönlands und die Achtung des grönländischen Volkes. Dies ist nicht nur ein Kampf für Grönland, sondern auch für die ganze Welt“, hatte Poul Johannesen, Initiator der grönländischen Bürgerinitiative „Hände weg von Kalaallit Nunaat“, zur Ankündigung der Demonstration auf Grönland gesagt.

US-Parlamentarier wollen mit Rubio sprechen.

Vor dem Start der Kopenhagener Demo bekräftigten mehrere US-Parlamentarier ihre Unterstützung des Widerstands gegen Trump. „Grönland ist Teil Dänemarks, und Dänemark ist ein Nato-Verbündeter“, sagte der demokratische Senator Chris Coons während einer Pressekonferenz in der dänischen Hauptstadt. „Meiner Meinung nach sollte damit diese Diskussion beendet sein.“ Trump hatte wiederholt gesagt, dass die Vereinigten Staaten das größtenteils von Eis bedeckte Grönland übernehmen wollen. Trump begründet dies mit einer Bedrohung durch China und Russland in der Region. Ländern, die gegen sein Vorhaben eintreten, drohte er zuletzt mit Strafzöllen. Coons bezeichnete die Aussagen als „nicht konstruktiv“. Die derzeitige Behandlung Dänemarks könnte der Beziehung beider Länder nachhaltig schaden. Wie könne den USA vertraut werden, wenn der Nato-Verbündete Dänemark im Stich gelassen werde, fragte der den Bundesstaat Delaware vertretende Coons. Die Delegation kündigte an, mit US-Außenminister Marco Rubio Kontakt aufnehmen zu wollen. Die elf US-Parlamentarier, die nach Dänemark gereist waren, versuchten zu verdeutlichen, dass Trumps Vorhaben in den USA auch auf Widerstand stoße. Zwar gehörten zu der Gruppe nur zwei Vertreter von Trumps republikanischer Partei. Dies sei aber kein Zeichen dafür, dass sich die Republikaner in Gänze nicht für das Thema interessierten oder schon für eine Seite entschieden hätten, sagte die republikanische US-Senatorin Lisa Murkowski. (belga/dpa/sc)

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