Unterstützung kommt aus Ostbelgien: Der deutschsprachige Föderalabgeordnete Luc Frank (Les Engagés/CSP) spricht sich für klare internationale Regeln aus und betont: „Kein Tiefseebergbau ohne belastbare wissenschaftliche Garantien für den Schutz der Umwelt“.
Die Ozeane bedecken mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche und spielen eine zentrale Rolle für Klima, Biodiversität und Ernährungssicherheit. Doch neben Klimawandel und Artensterben gerieten sie zunehmend durch industrielle Interessen unter Druck, insbesondere durch geplante Rohstoffgewinnung in der Tiefsee, heißt es in einer Pressemitteilung von Frank. Frank, der aus der für ihren früheren Bergbau bekannten Gemeinde Kelmis stammt, verweist auf die möglichen Konsequenzen: „Die Resolution warnt ausdrücklich vor den potenziell schweren und irreversiblen Schäden, die der Abbau mineralischer Rohstoffe am Meeresboden verursachen kann.“ Belgien solle sich daher in internationalen Gremien wie den Vereinten Nationen, der EU und der Internationalen Meeresbodenbehörde für strenge Umweltstandards und mehr Transparenz einsetzen.
Die Kammer unterstütze zudem das internationale Ziel, bis 2030 mindestens 30 Prozent der Meeresflächen unter Schutz zu stellen. Gleichzeitig fordere sie, den Tiefseebergbau so lange auszusetzen oder abzulehnen, bis wissenschaftlich eindeutig belegt ist, dass keine Schäden für marine Ökosysteme entstehen. Für Frank ist die Botschaft klar: „Der Schutz der Ozeane hat Vorrang vor kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen. Die Bewahrung der Meeresböden ist eine globale Verantwortung – und eine dringende Aufgabe für heutige politische Entscheidungen“. (red/nc)

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