Im Vergleich zu 2024 stieg die Zahl der Fahrgäste um rund 500.000 Personen, was einem Plus von knapp drei Prozent entspricht. Besonders stark wuchs der Verkehr auf den Strecken London–Amsterdam mit einem Zuwachs von 18,3 Prozent, London–Deutschland mit 10 Prozent sowie London–Paris mit 5 Prozent. Auf den für Belgien besonders wichtigen Linien fiel das Wachstum dagegen moderater aus: Brüssel–Paris legte um 3,7 Prozent zu, Brüssel–London um lediglich 0,5 Prozent.
Ein weiterer Meilenstein: Seit dem Start des Angebots im Jahr 1994 hat Eurostar insgesamt mehr als 400 Millionen Fahrgäste befördert. In dieser Zahl sind auch die Reisenden des früheren Hochgeschwindigkeitsanbieters Thalys enthalten, der vor einigen Jahren mit Eurostar fusionierte. Der Markenname Thalys verschwand 2023 endgültig vom Markt.
Um das angestrebte Wachstum zu erreichen, investiert Eurostar kräftig in neues Rollmaterial. Im Oktober kündigte das Unternehmen an, beim französischen Hersteller Alstom mindestens 30 neue Doppelstockzüge zu bestellen, mit der Option auf bis zu 50 Fahrzeuge. Die neuen Züge sollen rund 20 Prozent mehr Sitzplätze bieten und ab 2031 schrittweise in Betrieb gehen. Sie sind auch für die Erschließung neuer Strecken vorgesehen, darunter London–Frankfurt, London–Genf sowie Amsterdam–Brüssel–Genf.
Eurostar befindet sich mehrheitlich im Besitz der französischen Staatsbahn SNCF, die 55,75 Prozent der Anteile hält. Auch Belgien ist beteiligt: Die SNCB besitzt einen Anteil von 18,5 Prozent am Hochgeschwindigkeitsbetreiber. (belga/calü)

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